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Kurzarbeit bei Power Train zeigt Tiefe der Krise

KPÖ bekräftigt Forderung nach Steiermark-Holding

Die Kurzarbeit bei Magna Power Train in Lannach und Ilz ist der Beweis dafür, dass die Krise noch lange nicht ausgestanden ist. Auch bei Magna Steyr in Liebenau ist eine Ausweitung der Kurzarbeit sehr wahrscheinlich.
Kurzarbeit ist sicherlich Massenkündigungen vorzuziehen. Trotzdem bedeutet sie für die Beschäftigten langfristig empfindliche Gehaltseinbussen, welche durch die Zuschüsse des AMS nicht kompensiert werden.
Die finanzielle Entlastung liegt bei dieser beschäftigungssichernden Maßnahme ausschließlich bei den Unternehmern. Das stellte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Mittwoch fest.
Es ist aber nicht einzusehen, dass beinharte Kapitalisten wie Frank Stronach in dieser Situation weiter mit Samthandschuhen angefasst werden. Überall, wo die öffentliche Hand Zuschüsse leistet, sollte auch der Einfluss der öffentlichen hand gestärkt werden. Parteder: „Das ist der Grund, warum die KPÖ gerade jetzt so vehement für die Schaffung einer Steiermark-Holding eintritt. Ihre vorrangige Aufgabe wäre der Erwerb von langfristigen Beteiligungen in qualifizierter Höhe an Unternehmen mit Standorten in der Steiermark. Die Wiederherstellung eines deutlichen Einflusses der öffentlichen Hand in Form von Beteiligungen an Betriebsvermögen soll Betriebsschließungen aus Gründen der Profitmaximierung einen Riegel vorschieben.“

21. Januar 2009