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KPÖ: „Öffentlicher Verkehr gehört in öffentliche Hand“

Claudia Klimt-Weithaler macht Fahrpreise zum Thema – über 10 % Teuerung in nur zwei Jahren!

In der Fragestunde der Landtagsitzung am 1. Juli konfrontierte KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler Verkehrslandesrat Kurzmann (FP) mit den massiven Preiserhöhungen der im Verkehrsverbund zusammengeschlossenen steirischen Verkehrsunternehmen.

Am Tag der Landtagssitzung wurden die ÖV-Tarife in der Steiermark erneut um 5 Prozent angehoben. Damit erfolgt zum wiederholten Male eine Teuerung, die weit über der Inflationsrate liegt. Erst am 1. Juli 2013 wurden die ÖV-Tarife in der Steiermark um fünf Prozent erhöht. Somit wurden die Preise in nur zwei Jahren um über 10 Prozent angehoben. Das übertrifft nicht nur die allgemeine Teuerung bei weitem, sondern vor allem steht es in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zur Entwicklung der Einkommen. Die Steirerinnen und Steirer müssen also einen immer höheren Teil ihres Einkommens ausgeben, um öffentliche Verkehrsmittel nützen zu können.

Das ist sozial-, umwelt- und verkehrspolitisch ein falsches Signal. Grundlage für diese exorbitanten Tariferhöhungen ist eine Vereinbarung aller im Verbund vereinten Unternehmen, jährlich Preiserhöhungen bis zum 1,75-Fachen des Verbraucherpreisindexes durchzuführen. Dass es anders geht, zeigt das Vorbild Linz. Dort wurde die Jahreskarte zuletzt um € 100,- billiger und kostet seit dem Jahr 2013 nur € 285,-. Wien und Salzburg arbeiten gerade an Jahreskarten um 365 bzw. 366 Euro. In Graz kostet sie ab heute 399 Euro.

FP-Verkehrslandesrat Kurzmann antwortete KPÖ-Klubobfrau Klimt-Weithaler, dass eine Verbilligung der Fahrpreise umwelt- und verkehrspolitisch nicht zielführend sei und machte damit deutlich, dass von ihm in dieser Frage keine Unterstützung zu erwarten ist.

Klimt-Weithaler: „Diese völlig entgleiste Tarifpolitik muss endlich gestoppt werden. Das ist nur möglich, wenn der Steirische Verkehrsverbund wieder unter öffentliche Kontrolle gebracht wird.“ – auch Verbund-Geschäftsführer Alfred Hensle betonte in der Kleinen Zeitung vom 29. Mai 2014: „Preise und Angebot gehören in öffentliche Hände“.

1. Juli 2014