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KPÖ-Kritik an Haftung für Fußballklubs

Kaltenegger: „Öffentliche Hand kann nicht immer Retter in der Not spielen, wenn Privatunternehmen Misswirtschaft betreiben.“

Das Vorhaben der steirischen Landesregierung, für Sturm und GAK jeweils eine Haftung von 1,2 Millionen Euro zu übernehmen, stößt bei der überwiegenden Mehrheit der Steirerinnen und Steirer auf Unverständnis. Darauf machte KPÖ-Klubobmann Ernest Kaltenegger nach Bekanntwerden des Regierungsbeschlusses aufmerksam.

Seit Jahren gibt es Hinweise, dass bei den steirischen Spitzenklubs wirtschaftlich vieles im Argen liegt. Trotzdem geht die Landesregierung dieses Risiko ein. Kaltenegger: „In Wirklichkeit geht es bei diesen Vereinen nur noch am Rande um Sport. Tatsächlich handelt es sich um kommerzielle Unternehmungen, die noch dazu in den letzten Jahren offensichtlich in Saus und Braus gelebt haben. Einzelne Spieler dürften eine höhere Monatsgage erhalten haben, als so mancher Amateurverein über Jahresbudget verfügt.“

Kaltenegger wies darauf hin, dass viele Kinder in den steirischen Ballunszentren mangels freier Flächen keine Möglichkeit haben, selbst Fußball zu spielen. Nach Meinung der KPÖ wären die 2,8 Millionen Euro bei der Sportförderung für Kinder und Jugendliche besser angelegt.

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25. April 2006