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KPÖ: Illegale Geldspielautomaten im Visier der Stadt Wien – wann folgt die Steiermark?

Kaltenegger sieht KPÖ-Haltung bestätigt, auch Verantwortliche der Steiermark sollten endlich handeln!

Die Stadt Wien hat der Staatanwaltschaft eine Sachverhaltesdarstellung gegen den Glücksspielkonzern Novomatic wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel übermittelt. Das berichtet der Falter in seiner morgigen Ausgabe. Ernest Kaltenegger, Klubobmann der KPÖ im steirischen Landtag, beglückwünscht die Wiener Stadträtin Ulli Sima zu diesem mutigen Schritt. Kaltenegger wünscht sich, dass auch die steirische Landesregierung den Worten endlich Taten folgen lässt und sich nicht von der Lobby der Glücksspielkonzerne einschüchtern lässt.


Die KPÖ setzt sich in der Steiermark für eine Verschärfung des Glücksspielgesetzes und für bessere Schutzbestimmungen für Spielsüchtige ein und hat im Oktober die Unterschriften von 11.000 Steirerinnen und Steirern, die diese Forderungen unterstützen, an den Landtagspräsidenten übergeben.

Kaltenegger: „Wenn man sich näher mit dem so genannten Kleinen Glücksspiel beschäftigt, tut sich ein riesiger Abgrund auf. Unzählige Menschen haben damit ihre Existenz ruiniert und viele sind sogar auf die schiefe Bahn geraten, weil es Beschaffungskriminalität bei Spielsucht genauso gibt wie bei anderen Suchtformen. Dem Elend, das mit dem Glücksspiel angerichtet wird, stehen aber riesige Gewinne der Glücksspielkonzerne gegenüber. Die Regierungsparteien müssen endlich handeln und aufhören, ihre schützende Hand über diese Branche zu halten.“

30. Mai 2009