KPÖ für Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler drängt auch auf Kinderbildungsgipfel

In einem Monat beginnt das neue Schuljahr. Viele Familien werden dann wieder vor großen Problemen stehen, da sie keinen Kinderbetreuungsplatz bekommen haben. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler fordert, endlich einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kinderbildungseinrichtung zu schaffen und das Angebot auszubauen. Voraussetzung dafür sind längst überfällige Verbesserungen in der Elementarpädagogik.

Obwohl in den verpflichtenden Elterngesprächen auf die positiven Auswirkungen des Kindergartenbesuchs hingewiesen wird, gibt es kein Recht auf einen Platz in einer Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtung. Besonders für jüngere Kinder stehen nicht genug Plätze zur Verfügung. Dabei kann eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht ohne eine ausreichende Anzahl an ganztägigen, hochwertigen Kinderbetreuungsplätzen erreicht werden.

Da eine altersgerechte Gruppengröße für das Wohl der Kinder von großer Bedeutung ist, muss es auch zu einer Verkleinerung der Gruppen kommen. Wie groß diese sein sollen, hängt sowohl vom Alter der Kinder als auch von der Gruppenzusammensetzung und der Anwesenheitsdauer ab. Die Steiermark hat großen Nachholbedarf: Seit 30 Jahren wird eine längst überfällige Verkleinerung nicht durchgeführt. Das macht auch den Beruf unattraktiver und trägt zum Personalmangel in der Elementarpädagogik bei.

Auch die SPÖ spricht sich erfreulicherweise für einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung aus (https://spoe.at/story/rechtsanspruch-auf-kinderbetreuungsplatz-ab-2016). In Deutschland gibt es seit 2013 einen Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz für 1- bis 3- jährige Kinder. Seither gibt es einen regelrechten Boom bei der Schaffung von geeigneten Plätzen und der Ausbildung von Personal.

 

Die KPÖ hat folgenden Antrag an den Landtag eingebracht:

  1. Senkung der Gruppengröße und des Betreuungsschlüssels in Kindergärten und Kinderkrippen,
  2. Ausbau ganztägiger und ganzjähriger Kinderbetreuung speziell für Ein- bis Dreijährige,
  3. für Kinder ab dem 1. Geburtstag einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf einen öffentlichen Kinderbetreuungsplatz.

Die KPÖ drängt auch auf die Durchführung eines Kinderbildungsgipfels, für den eine unabhängige steirische Initiative vor kurzem über 10.000 Unterschriften an Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) übergeben hat. „Wenn so viele Menschen konkrete Probleme in der Kinderbildung in unserem Bundesland ansprechen, ist es unverständlich, dass dieses Angebot nicht angenommen wird“, wundert sich KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

10. August 2021