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KPÖ fordert Ende der Schulschließungen

Klimt-Weithaler: Kleinschulen ermöglichen Unterricht in hoher Qualität!

Über 40 steirische Schulen sind den „Reformen“ von SPÖ und ÖVP in der vergangenen Landtagsperiode zum Opfer gefallen. Nun geht der Bildungskahlschlag weiter: Acht Volksschulen werden mit Jahresende geschlossen. Die neue Welle von Schulschließungen war am 17. Jänner 2017 Gegenstand einer Dringlichen Anfrage im Landtag Steiermark.

Die betroffenen Gemeinden sind Etmißl, Laßnitz, St. Blasen, Augraben, Falkenstein sowie St. Johann/Tauern, Rachau und Hieflau – die beiden Letzteren werden angeblich „freiwillig“ geschlossen. Die KPÖ beantragte, von der Politik der Schulschließungen abzurücken und die Infrastruktur im ländlichen Raum zu stärken. ÖVP, SPÖ und Grüne stimmten gegen den Antrag.

KPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Claudia Klimt-Weithaler wies in ihrer Wortmeldung darauf hin, dass die Schule im Ort mehrere wichtige Funktionen erfüllt. Die Schließungen werden die Ausdünnung des ländlichen Raumes weiter anheizen. Zudem wird gerade an Kleinschulen Unterricht in hervorragender Qualität angeboten.

Die Bildungspolitik des Landes hat sich in den vergangenen Jahren auf eine flächendeckende Schließung von ländlichen Kleinschulen beschränkt. Der vor einigen Jahren vorgestellte Bildungsplan enthält zwar positive Zielsetzungen, umgesetzt werden allerdings vor allem negative Maßnahmen, die ein Einsparungspotenzial bergen. Für eine wirkliche Qualitätsverbesserung hingegen ist das Engagement der Landesregierung weitaus geringer. Zu den nötigen Maßnahmen würden zählen:

  • Schulsozialarbeit,
  • Tagesbetreuung von 7 bis 18 Uhr,
  • Integration behinderter Kinder auch am Nachmittag,
  • Gratis-Kindergarten ab dem vierten Lebensjahr,
  • kleinere Gruppen im Elementarbereich oder
  • die Fachmittelschule (mittlere Reife).

Klimt-Weithaler: „Die Schließung von Schulen hat viele negative Auswirkungen. Die Kinder müssen lange Schulwege in Kauf nehmen und die Gemeinden werden systematisch ausgehungert. Die Schule ist das Herz in vielen kleinen Gemeinden. Gerade in Kleinschulen herrscht oft ein Klima, das einen Unterricht in hoher Qualität möglich macht.“

 

17. Januar 2017