KPÖ Fohnsdorf feierte 100. Geburtstag

Claudia Klimt-Weithaler, Ernest Kaltenegger und Elfi Wieser begrüßten zahlreiche Gäste

1919 wurde die KPÖ Fohnsdorf als vermutlich erste KPÖ-Organisation außerhalb einer Großstadt gegründet. Auch die Gründungsmitglieder sind nicht mehr namentlich bekannt. Man weiß nur, dass es sich um Bergarbeiter handelte. Aus diesem Anlass lud die Fohnsdorfer KPÖ zu einer Feier in der „Resti“ am Josefiplatz.

Gemeinderätin Elfi Wieser begrüßte zahlreiche Gäste, darunter KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, selbst gebürtige Fohnsdorferin, die Knittelfelder Stadträtin Renate Pacher und den ehemaligen KPÖ-Landtagsabgeordneten Ernest Kaltenegger. Die Veranstalter freuten sich auch über Vertreter anderer Parteien aus der Gemeinde sowie den Fohnsdorfer Pfarrer Gottfried Lammer.

Die KPÖ war in Fohnsdorf von Anfang an verankert und war schon in der Zeit der Ersten Republik erfolgreich bei Gemeinderats- und Betriebsratswahlen. Mit der Ausschaltung der Demokratie in Österreich musste die KPÖ in der Illegalität wirken. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten bedeutete die Tätigkeit in der KPÖ höchste Gefahr – 15 Kommunistinnen und Kommunisten aus Fohnsdorf bezahlten ihren Kampf für ein freies Österreich mit ihrem Leben.

Nach 1945 war die KPÖ Fohnsdorf eine kompromisslose Kraft an der Seite der Arbeiter im Ort, insbesondere der Bergarbeiter. Trotz der Ausgrenzung der KPÖ in der Zeit des Kalten Kriegs konnte die KPÖ immer Positionen in der Gemeinde und in den Betrieben der Region erringen. In der Bewegung gegen die Stationierung von Abfangjägern in den 1980er-Jahren war die KPÖ ebenso eine treibende Kraft wie im Kampf um die Erhaltung der Murwälder, die einer Mülldeponie weichen sollten.

9. November 2019