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KPÖ: Flavia Solva und Stübing erhalten!

LAbg. Murgg: „Museen dürfen nicht sinnloser Eventpolitik geopfert werden“

Die KPÖ setzt sich dafür ein, den Museumsbetrieb in Flavia Solva aufrecht zu erhalten. Landesrat Buchmann und das Joanneum wollen die Ausstellung durch einen Schaukasten ersetzen, der ohne Personal betrieben wird. Gleichzeitig sollen Teile der Ausgrabungen wieder zugeschüttet werden. KPÖ-LAbg. Werner Murgg fordert Kulturlandesrat Buchmann auf, diese Pläne zu überdenken.

„Flavia Solva ist eine der bedeutendsten römischen Siedlungen in Österreich. In jedem anderen Land wäre man froh, einen archäologischen Schatz dieser Dimension der Öffentlichkeit angemessen präsentieren zu können. In der Steiermark wird er dagegen zugeschüttet und das Museum auf einen Schaukasten reduziert“, so Murgg.

Sowohl das Kultur- als auch das Tourismusressort wirken völlig orientierungslos, es sind keine politischen Konzepte erkennbar. Wenn ein Prestigeprojekt wieder einmal nicht funktioniert, wird einfach neues Geld zugeschossen und an anderer Stelle gespart, kritisiert der KPÖ-Abgeordnete die Kulturpolitik des Landes.

Murgg macht unter anderem die planlosen Geldflüsse an verschiedene Events und Tourismusprojekte dafür verantwortlich, dass neben Flavia Solva auch das Freilichtmuseum in Stübing vor der Schließung steht. „Riesige Summen für die Airpower, Geheimverträge zum Wildpark Mautern, gewaltige Zuschüsse an den Tierpark Herberstein, das Vivarium in Mariahof, das Europaeum in Mariazell und die Thermen in Fohnsdorf und Blumau zeigen, dass das Land regelmäßig gewaltige Summen in den Sand setzt, ohne dass jemand dafür Verantwortung übernimmt. Auf der einen Seite werden Millionen verschwendet, auf der anderen Seite ist nun eine weitere bedeutende Bildungseinrichtung in Gefahr. Die nötigen 400.000 Euro müssen aufgebracht werden, um Flavia Solva vor dem Zuschütten zu bewahren.“

8. September 2011