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KPÖ fasst in der Weststeiermark heißes Eisen an

Kleine Zeitung berichtet über Pressekonferenz in Voitsberg

Mehr Präsenz in der Südweststeiermark, das ist für heuer das angepeilte Ziel der KPÖ. Der derzeit einzige Bürostandort ist Voitsberg, doch ist eine Ausweitung in die benachbarten Bezirke geplant.

„Seit 2006 bietet die KPÖ in Voitsberg Beratung und Unterstützung an. In unseren Sprechstunden versuchen wir vor allem Menschen, die mit ihrem Einkommen unter dem Existenzminimum liegen, über ihre Ansprüche auf Sozialhilfe aufzuklären“, berichtet Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler. Doch gestaltet sich ihre Hilfestellung oft sehr mühselig. „Unserer Erfahrung nach ist es in den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg für sozial schwache Menschen besonders schwierig, zu ihrem Recht zu kommen. Viele bekommen bei einer Ablehnung ihres Antrages nicht einmal einen Bescheid“, weiß Klimt-Weithaler.

Und ohne Bescheid kann man nicht in Berufung gehen. „Mit unserer Hilfe haben einige doch noch jene finanzielle Unterstützung bekommen, die ihnen zusteht“, betont Klimt-Weithaler.

Der Antrag bei der Steiermärkischen Landesregierung, eine neutrale Sozialhilfeanwaltschaft für solche Fälle einzurichten, wurde bislang abgelehnt. „Doch wir geben sicher nicht auf. Durch die ansteigende Armut werden immer mehr Menschen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Ab heuer möchten wir im Bezirk kulturelle Veranstaltungen organisieren, die sich wirklich jeder leisten kann“, so Klimt-Weithaler. Sprechstunden finden derzeit jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr oder gegen Voranmeldung unter Tel. (03142) 22 421 in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße 29 in Voitsberg statt.

(Kleine Zeitung, Region Voitsberg, 23.1.08)

23. Januar 2008