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Klimt-Weithaler: Konzeptlose Bildungspolitik beenden!

Skandalöser Auftritt von LR Grossmann in der Breitenau

Ein skandalöser Umgang mit den Menschen in der Gemeinde Breitenau wurde am Freitag Nachmittag bekannt.

 

Schullandesrätin Grossmann war am 25. Mai in den Ort gereist, um zwei Stunden lang mit Eltern und dem Gemeinderat über die Schließung der Hauptschule zu sprechen. Dabei erklärte sie, es sei noch nichts endgültig entschieden, der Beschluss sei noch nicht gefallen.

Kurz nach Abreise der Landesrätin erfuhren die Breitenauerinnen und Breitenauer dann aus den Radionachrichten, die Landesrätin hätte ihnen den Bescheid über die Schließung der Schule persönlich überbracht. Offenbar informierte Grossmann die Presse unmittelbar, nachdem sie mit ihrem Dienstwagen abgereist war, von der nun endgültigen Schließung der Schule im Jahr 2014.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, die sich für den Erhalt der Kleinschulen einsetzt und wiederholt aufgezeigt hat, dass der bildungspolitische Kahlschlag in der Steiermark ohne jedes Konzept erfolgt: „Ich habe heute mehrere Hilferufe aus der Breitenau erhalten. Die Leute sind fassungslos über den kaltschnäuzigen und feigen Auftritt der Landesrätin. Statt der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen, lässt sie nach ihrer Abreise über die Medien ausrichten, dass die Schule nun doch geschlossen wird. Wie sollen die Menschen da noch ein Wort von dem glauben, was ihnen die Landespolitik erzählt?“

Die KPÖ spricht sich gegen die kurzsichtige Zerstörung der steirischen Kleinschulen aus. Eine Vielzahl von Studien und individuellen Erfahrungen zeigt, dass diese Schulform ein wichtiges und wertvolles Element der Bildungspolitik ist, besonders abseits der Zentren. Die Eltern, die ländlichen Gemeinden, aber insbesondere die Schülerinnen und Schüler profitieren von den Kleinschulen.

„Die geringen Einsparungen, die sich die Landesregierung von den Schulschließungen offenbar verspricht, stehen in keinem Verhältnis zum Schaden, der dadurch im ländlichen Raum angerichtet wird. Es wird Zeit, dass dieser konzeptlose Kahlschlag beendet wird. Die Kinder im ländlichen Raum können nichts dafür, dass diese angebliche Reformpartnerschaft die Steiermark ins bildungspolitische Mittelalter zurückwerfen und das dann noch als Qualitätsverbesserung verkaufen will!“, so die KPÖ-Abgeordnete.

25. Mai 2012