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KJÖ zur Antifa-Aktion in Knittelfeld

Information der Kommunistischen Jugend – Junge Linke Steiermark:

Am vergangenen Samstag (16.04.2005) fand in Knittelfeld eine Mahnwache gegen Faschismus und Rechtsextremismus statt.
Nachdem das rechtsextreme "Nationaldemokratische Aktionsbüro" (NDAB) im Internet zu einem "Nationalen Wandertag" aufgerufen hatte, organisierte ein breites antifaschistisches Bündnis (unter anderem KPÖ, SPÖ, ÖGJ, SJ usw.) eine Gegenveranstaltung.

Natürlich war auch die KJÖ dem Aufruf zu dieser Mahnwache gefolgt, und das, obwohl wir erst am Donnerstag Abend von der Demo erfahren hatten.
Kurzfristig haben wir uns also entschlossen hinzufahren, und am Freitag konnten wir auch noch einige Sympathisantinnen motivieren, ebenfalls teilzunehmen.

Obwohl kaum ein Skinhead am Hauptplatz erschien, und obwohl geschätzte 200 „Linke“ DemonstrantInnen aufmarschiert waren, sieht die KJÖ- Junge Linke dennoch Grund zur Besorgnis.
Allein die Tatsache, dass es einer rechtsextremen Organisation wie dem NDAB möglich ist, eine „Volkswanderung“ zu organisieren (unabhängig davon, ob jemand hinkommt oder nicht), regt uns doch zum Nachdenken an.

Erfreulich ist jedoch etwas anderes: die Bereitschaft der Jugend, nicht alles einfach hinzunehmen, sondern aktiv ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus, Faschismus und rechte Gewalt. Kaum ein Teilnehmer der Mahnwache war älter als 25 Jahre, und so zeigt sich, dass gerade die Jugend durchaus ein politisches und geschichtliches Bewusstsein trägt. Dieses Bewusstsein gilt es unsrer Ansicht nach zu fördern und zu stärken, denn nur so kann man auf eine Lebenswerte Zukunft, auf eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, hoffen.

Und noch etwas möchten wir – zumindest am Rande – erwähnen: auch zahlreiche Punks, die oftmals als „Taugenichtse“, „Asoziale“ oder ähnlich herablassend beschimpft werden, kamen zur Mahnwache nach Knittelfeld und bekundeten so ihr Antifaschistisches Bewusstsein.

Ihnen und allen anderen Teilnehmern gilt unser Dank, denn nur durch öffentliche Aktionen, durch aktiven Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und gegen Intoleranz und Ausgrenzung kann eine fortschrittliche, lebenswerte und sozial gerechte Zukunft erkämpft werden.

FREIHEIT

Jakob Matscheko, Landesvorsitzender, im Namen der KJÖ- JuLi

20. April 2005