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„Kindergarten-Sparpaket“ konnte gestoppt werden

Klimt-Weithaler: „Kürzungen sind auch in der Elementarpädagodik der falsche Weg“

Eine Novelle des steirischen Kinderbetreuungsgesetzes unter Federführung von Landesrat Schickhofer (SPÖ) sah in der ursprünglichen Fassung massive Verschlechterungen vor. Einerseits wäre es zu einem Personalabbau gekommen, andererseits wäre ein starres, bürokratisches System für Eltern eingeführt worden. Nach dem Eintreffen zahlreicher negativer Stellungnahmen konnte das Gesetz noch wesentlich entschärft werden, freut sich KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, die selbst Kindergartenpädadogin ist.

Die ursprünglichen Pläne hätten neben dem Personalabbau auch neue Hürden für Eltern bedeutet, z.B. war vorgesehen, dass die Abwesenheit eines Kindes am Nachmittag einen Monat vorher bekannt gegeben werden muss. Wären genügend Kinder am betreffenden Tag entschuldigt, müsste die Pädagogin nach Hause gehen. Für die Beschäftigten hätte das bedeutet, immer erst am Monatsbeginn zu erfahren, wie viele Stunden sie arbeiten werden und wie viel sie bezahlt bekommen – das alles unter dem Deckmantel der „Flexibilisierung“.

Der Entwurf rief einen Sturm der Empörung hervor, über 60 negative Stellungnahmen langten beim Land ein. „Die ursprünglich vorgesehene Gesetzesnovelle hätte einen Rückschritt in der steirischen Elementarpädagogik bedeutet. Es wäre auf Kosten des Personals gekürzt worden, was zu einem Qualitätsverlust in den Einrichtungen geführt hätte. Und die Eltern wären einer schikanösen Bürokratie ausgesetzt worden. Es ist LR Schickhofer anzurechnen, dass er sich Argumenten nicht verschlossen hat. Unser Bildungssystem braucht Investitionen, keine Kürzungen.“

30. April 2014