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Keine Personenzüge im Gesäuse

Tariferhöhungen und Ausdünnung des Verkehrs gehen Hand in Hand

Die Meldung über die Einstellung des regionalen Personenverkehrs auf der Gesäusebahn ist eine Bestätigung dafür, dass in der Steiermark Belastungen für die Bevölkerung mit einer Ausdünnung des Verkehrsangebotes Hand in Hand gehen. Schließlich sind die ÖBB- und Verkehrsverbundtarife erst am 1. Juli um 5 % erhöht worden.

Der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder: „Künftig werden nur mehr an Wochenenden Ausflüglerzüge durch das Gesäuse fahren. Begründet wird das mit der geringen Frequenz der Bahnlinie. Vergessen wird aber Folgendes: Der Fahrgastrückgang ist auch die Folge der Einstellung des Personenverkehrs zuerst auf der Präbichlbahn und schließlich auf der Strecke Hieflau-Eisenerz.
Die versprochenen Busverbindungen werden im Laufe der Jahre ebenfalls ausgedünnt werden. Das haben die Eisenerzer bei der Entwicklung des Busangebotes auf der Strecke Eisenerz Loeben gemerkt.“

Die steirische KPÖ weist auf das Zusammenspiel von SPÖ und ÖVP, sowie von Bund und Land in dieser Sache hin. Man schafft anscheinend Situationen, in denen das Aus für Bahnlinien politisch durchsetzbar ist.

6. August 2009