Karl Fluch: Eisenerz muss Vorrang haben

Konstituierende Sitzung des Gemeinderates in der Erzbergstadt

Mit fast 14 Prozent der Stimmen und drei Mandaten erzielte die Eisenerzer KPÖ bei der Gemeinderatswahl am 21. März 2010 das zweitbeste Ergebnis seit den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Der Einzug in den Stadtrat wurde nur knapp verfehlt.
Gemeinderat Karl Fluch führte bei der Konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 20. April den Altersvorsitz.
In seiner Rede im Gemeinderat stellte er unter anderem fest:

„Freunderlwirtschaft und Parteibuchdenken haben uns nur geschadet. Eisenerz wird nur dann eine Stadt mit Zukunft sein, wenn sich die Richtung ändert und die Zusammenarbeit in den Vordergrund gestellt wird. Eisenerz muss Vorrang haben.“

Die Rede im Wortlaut:

"Heute ist für mich ein besonderer Tag. Die KPÖ hat am 21. März in Eisenerz das zweitbeste Ergebnis seit Menschengedenken erzielt und damit gezeigt, dass mit uns weiter zu rechnen ist und – das ist für mich das Wichtigste - , dass viele Arbeiter und Pensionisten wissen, wer auf ihrer Seite steht.
Ich möchte mich dafür herzlich bedanken und versprechen, dass ich auch in Zukunft mit ganzer Kraft für unsere Bergstadt arbeiten werde.

Die Zeiten sind nicht leichter geworden. Auch unsere Gemeinde wird von der Krise getroffen. Die Ausgaben steigen an, der Schuldenstand wächst weiter. Und es gibt nichts mehr an öffentlichem Eigentum, das man Versilbern könnte. Die Prestigeprojekte der letzten Jahre haben die Abwanderung der Jugend nicht gestoppt.
Und was die Arbeitsplätze angeht, können wir nur froh darüber sein, dass wir den Erzberg haben. Gerade jetzt zeigt sich, wie falsch es gewesen wäre, den Erzberg „einzumotten“. Bei den hohen Rohstoffpreisen, die durch Spekulanten hochgetrieben werden, will die Voest-Alpine nämlich in den Erzberg investieren.
Ich will nicht alles wiederholen, was im Wahlkampf gesagt wurde. Wir müssen nach vorne schauen und alles daran setzen, um die Zukunft gemeinsam zu meistern. Die Zusammenarbeit im Interesse der Bevölkerung ist gerade jetzt besonders wichtig.
Freunderlwirtschaft und Parteibuchdenken haben uns nur geschadet. Eisenerz wird nur dann eine Stadt mit Zukunft sein, wenn sich die Richtung ändert und die Zusammenarbeit in den Vordergrund gestellt wird. Eisenerz muss Vorrang haben."

21. April 2010