Jobabbau bei Remus: KPÖ fordert aktive Standortpolitik von Land und Gemeinden

Sabine Wagner (KPÖ): „Land und Gemeinden müssen aktive Standortpolitik betreiben“

Mit dem Stammwerk des Auspuffherstellers Remus in Bärnbach schließt ein weiterer steirischer Industriebetrieb seine Pforten. 60 Arbeitsplätze gehen verloren, 30 werden ins Werk in Voitsberg verlagert und weitere 30 an den bosnischen Firmenstandort. In den vergangenen Jahren sind in unserem Bundesland tausende Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen. Die Voitsberger KPÖ-Gemeinderätin Sabine Wagner fordert vom Land und den Gemeinden eine aktive Standortpolitik ein.

Die prekäre Arbeitsplatzsituation und die damit verbundene Abwanderung aus vielen steirischen Regionen hat sich durch den Abbau von hunderten Arbeitsplätzen etwa bei Magnesita in Trieben, bei Mondi und der Schließung der Produktion bei ATB Spielberg erneut verschärft. Remus-Chef Stephan Zöchling macht angeblich „überzogene Forderungen“ der Gewerkschaft für die Streichung der Jobs verantwortlich. Durch steigende Lohnkosten, auch wenn diese gerade den durch die Teuerung bedingten Kaufkraftverlust abdecken, würde er laut Medienberichten „einfach die Lust verlieren“. Neben Zöchling ist auch der Industrielle und NEOS-Sponsor Hans Peter Haselsteiner Miteigentümer von Remus.

GR Sabine Wagner: „Es zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, dass die öffentliche Hand auf die Entwicklung selbst Einfluss nimmt und aktive Standortpolitik betreibt. Ein Mittel dazu wäre eine Landesholding, die sich an Unternehmen beteiligt und ein Mitspracherecht erwirbt. Langfristiges Ziel muss sein, die Abwanderung zu stoppen, den Trend umzukehren und mittelfristig neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Schicksal der Region darf nicht alleine von den Launen einzelner Unternehmer abhängig sein.“

8. September 2021