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Grazer Kommunisten bleiben sich und Kaltenegger treu

Kurier am 10. Dez. 2007 über Kaltenegger und den Bundesparteitag

Der Scherz ist vor ein paar Jahren aufgetaucht. "Wo sind die Hochburgen der Kommunisten?" Antwort: "In Kuba und in Graz."

Außerhalb der Steiermakr erstaunt es, dass ausgerechnet die KPÖ einen derartigen Wählerzulauf hat. Fast 21 Prozent waren es bei den Grazer Wahlen 2003, bei den Landtagswahlen 2005 gab es 6.3 Prozent und vier Mandate. Seither darf sich die KPÖ in Stadt und Land drittstärkste Fraktion nennen. Für die Gemeinderatswahlen im Jänner sagen Umfragen immerhin noch 15 Prozent für die Partei voraus.

Dass die Kommunisten so groß geworden sind, liegt auch an den anderen Parteien. Deren Schwäche war die Stärke Ernest Kalteneggers: Es nahm vor 20 Jahren das Sozialthema links von der SPÖ in Beschlag und blieb Gemeindewohnungen und sozialem Wohnbau bis heute treu. "Man muss dort aktiv werden, wo die Menschen ihre Probleme haben", kommentiert Kaltenegger schlicht. "Es geht ja nicht darum, zu sagen, wie schön wäre doch die Welt, wenn man endlich an der Macht ist. Man kann den Menschen täglich helfen."

Vom Stadtrat zum Klubobmann im Landtag avanciert, ist erstmals seine Nachfolgerin Elke Kahr Spitzenkandidatin. Die Stadträtin weiß um den Wert Kalteneggers. "Seine Bekanntheit ist 100 zu 1. Simma froh, dass er da ist."

Auf Infoblättern und in Radiospots wirkt Kaltenegger, auch wenn er einmal nicht Spitzenkandidat ist. Im Bund ist Kaltenegger derzeit kaum präsent. Parteichef ist Mirko Messner, er wurde am Sonntag gewählt.

Kaltenegger_Bundesparteitag.pdf

30. Mai 2009