Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

"Ich will es nur warm haben und satt werden"

Murtaler Zeitung berichtet über Tag der offenen Konten in Knittelfeld

Begrenzte Mittel im Sozialfonds
Die soziale Ader der KPÖ ist noch nicht versiegt, und das, obwohl Renate Pacher seit der letzten Wahl im Jahr 2010 nicht mehr im Landtag vertreten ist. Dennoch wurden im Vorjahr über 6.000 Euro im Rahmen des KPÖ-Sozialfonds in der Region ausgeschüttet. Dieser Fonds wird mit einem Teil des Politgehalts der KPÖ-Funktionäre gespeist, die sich selbst auf eine Gehaltsobergrenze von 2.200 Euro im Monat verständigt haben. Für Pacher sind nun ihre Kollegen Werner Murgg und Claudia Klimt-Weithaler eingesprungen.
Aufgrund der „geänderten Bedingungen“ konnten im Vorjahr jene 6.000 Euro an 147 Hilfsbedürftige im Murtal ausgezahlt werden, die Unterstützung für Miete, Energiekosten oder ganz einfach im täglichen Leben benötigten. Im Jahr davor konnte die KPÖ noch doppelt soviel Geld in der Region verteilen.
„Unsere Mittel sind begrenzt“, sagt Renate Pacher und verweist gleichzeitig darauf, dass Armut jeden treffen könne: „Es macht mich wütend und traurig, dass die soziale Gerechtigkeit immer mehr schwindet“.

„Kürzungspaket“

Claudia Klimt-Weithaler pflichtete der Knittelfelder Stadträtin bei: „Die Menschen werden immer ärmer“. Schuld daran sei das „Kürzungspaket der Regierung“. Sie kritisierte das Drüberfahren von SPÖ und ÖVP in sozialen Bereichen. Die „Belastungspakete“ der Reformpartner würden jetzt erst richtig anfangen zu greifen.

Situation immer schwieriger

„Ich will es nur warm haben und satt werden“. Diesen Satz hört Sozialarbeiterin Karin Gruber bei ihren Sprechstunden immer wieder. Im Jahr 2011 sei die Wohnbeihilfe massiv gekürzt worden und die „Mindestsicherung ist komplett danebengegangen“. Dadurch wird die Situation auch im Murtal immer schwieriger.

(Murtaler Zeitung)

25. Januar 2012