Hoffnung für Leopoldsteinersee: Bebauung ist rechtswidrig!

Land bestätigt Haltung der KPÖ, die sich für Naturjuwel einsetzt

Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) hat die Stadtgemeinde Eisenerz aufgefordert, den Bebauungsplan für das Feriendorf beim Leopoldsteinersee aufzuheben. Der Grund: Im aufsichtsbehördlichen Verordnungsprüfungsverfahren wurde festgestellt, dass der Bebauungsplan wegen fehlender natürlicher Baulandvoraussetzungen (Lawinengefahr) und wegen Widerspruchs zu den Zielsetzungen des Landschaftsschutzgebietes Nr. 20 (LS 20) mit Gesetzwidrigkeit behaftet ist.“

Dazu stellte die Eisenerzer KPÖ-Stadträtin Anna Skender am Mittwoch fest: „Ich bin sehr froh darüber, dass das Land Steiermark damit die Haltung der KPÖ bestätigt. Unsere Gegenstimmen im Gemeinderat gegen den jetzt aufgehobenen Bebauungsplan waren und sind sachlich gerechtfertigt. Die Attacken unserer politischen Mitbewerber gegen unsere Haltung sind dagegen ins Leere gegangen.

Jetzt werden die Karten neu gemischt. Wir stehen vor folgender Alternative: Kommt es bei der Rathausmehrheit nach dieser Entscheidung des Landes zu einem Umdenken oder versucht man, den Plan eines Hüttendorfes trotzdem durchzuziehen? Ich hoffe auf das Einsehen der Verantwortlichen in unserer Bergstadt."

 

Sanfter Tourismus statt Naturzerstörung

Eisenerz sollte sich als Vorreiter im sanften Tourismus und nicht als Nachzügler bei der Verbauung der Landschaft profilieren. Unberührter Naturraum ist das Kapital der Zukunft, auch in touristischer Hinsicht. Die geplante Verbauung am Leopoldsteinersee hat diesen Zielen widersprochen. „Unsere Aufgabe sollte es dagegen sein, sich auf das Stadtzentrum zu konzentrieren, vorhandene Leerstände  bestmöglich zu nutzen und nicht eine Bebauung an der Peripherie zu unterstützen. Außerderm besteht in Münichtal in Seenähe bereits das Erzberg Apine Resort mit Nächtigungsmöglichkeiten", betont die Eisenerzer Stadträtin.

24. Februar 2021