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Hochschuldialog: Ausstieg besser spät als nie

KSV-Stellungnahme zum Beschluss der ÖH

Als längst überfällig bezeichnet KSV-Vorsitzender Christopher
Smerietschnig den Ausstieg der ÖH aus dem sog. Hochschuldialog, auch wenn in der Begründung ein großer Batzen Naivität mitschwinge.
„VSSTÖ und GRAS haben anscheinend immer noch nicht begriffen, dass
flächendeckende Zugangsbeschränkungen bereits durch die letzte Novelle des Universitätsgesetzes legitimiert sind. Dass diese jetzt als
Begründung für den Ausstieg herhalten müssen, zeigt nur, dass an der
ÖH-Spitze Leute am Werkeln sind, die keine Ahnung von der Materie
haben.“, so der Vorsitzende des Kommunistischen StudentInnenverbandes.

Studieneingangsphasen sind laut Universitätsgesetz bereits jetzt
verpflichtend abzuschließen, bevor man weiterführende
Lehrveranstaltungen besuchen darf. Es liegt also nur an den
Universitäten, diese zu Zugangsbeschränkungen umzufunktionieren, je
nachdem, wie hoch die Latte für die Studierenden gelegt wird.

Auch Masterstudien können mittlerweile beschränkt werden. Das Gesetz
erlaubt den Studierenden nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium, dass sie in mindestens einem Masterstudium weiterstudieren dürfen. Dieses kann
qualitativ so schlecht sein, wie es das Rektorat für notwendig hält, um
genug Geld für seine platz beschränkten Elite-Masterstudien frei zu
haben.

Smertietschnig: „Die ÖH hinkt den Ereignissen hinterher. Weder hat sie
die ganze Tragweite der letzten UG-Novelle erkannt, noch hat sie die
Verzögerungstaktik hinter dem so genannten Hochschuldialog begriffen. Sie spricht jetzt zwar von einem ‚Alibidialog’, kommt zu dieser Einsicht
aber erst reichlich spät. Der Ausstieg war trotzdem richtig.“

17. Mai 2010