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Hartberg: Noch kein Triumph-Nachfolgebetrieb

Arbeiterinen Opfer eines parteipolitischen Spiels

„Das Schicksal des versprochenen Nachfolgebetriebes für Triumph-Hartberg ist völlig ungeklärt. Es ist wichtig und richtig, dass die Medien diese Tatsache jetzt aufgegriffen haben.“
Das sagte der KPÖ-Gemeinderat und KPÖ-Oststeiermark-Sprecher Jürgen Höfler (Schönegg) am Freitag: „Angesichts der Zusperrpläne des Konzerns im Burgenland und in Niederösterreich lohnt es sich, die Ereignisse, die sich in unserem Bezirk vor fast 3 Jahren abgespielt haben, noch einmal Revue passieren zu lassen.“

Wie erinnerlich hatte der Konzern die Schließung des Hartberger Werkes im Sommer 2010 – knapp vor der Landtagswahl – angekündigt. Nach intensiven Diskussionen und einem großen Unmut in der Bevölkerung zauberte die ÖVP die Idee der Errichtung einer gläsernen Süßwarenfabrik am Triumph-Standort aus dem Hut. Dieses Versprechen ist bis heute nicht eingelöst worden. Es handelte sich dabei anscheinend um eine Wohlfühlaussage knapp vor der Landtagswahl.

Die gekündigten Arbeiterinnen sind zum Großteil aus dem Arbeitsmarkt verschwunden. Die Arbeitslosenrate im Bezirk ist trotzdem gestiegen. Ende März hat der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 13,7 Prozent ausgemacht.
Höfler: „Es darf nicht sein, dass die ehemaligen Triumph-Arbeiterinnen zu Opfern eines parteipolitischen Spiels gemacht werden.“
Von den Verantwortlichen in der Steiermark und der Region erwartet sich die KPÖ im Gegenteil eine Wirtschaftspolitik, die vor allem die Interessen der Bevölkerung im Auge hat.

12. April 2013