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Grottenhof: SPÖ, ÖVP und FPÖ halten an Verkaufsoption fest

KPÖ setzt sich für Erhalt der Grünflächen ein – „Bevölkerung ernst nehmen!“

96,5 % der Bevölkerung des Grazer Bezirks Wetzelsdorf haben sich am Sonntag bei einer Volksbefragung dafür ausgesprochen, „dass die Ackerfläche von Alt-Grottenhof zur Gänze als Freiland im Flächenwidmungsplan der Stadt Graz erhalten“ bleiben soll. Beeindruckend war dabei die für eine Volksbefragung hohe Wahlbeteiligung von über 30 Prozent.

Leider will der für das Grundstück zuständige Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) – es gehört dem Land Steiermark – trotzdem am Verkauf des Grundstücks festhalten. Es geht um ein knapp fünf Hektar großes Stück des Ackerlandes der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Alt-Grottenhof im Südwesten von Graz. Auf der Bio-Ackerfläche droht in weiterer Folge eine großflächige Verbauung.

Die KPÖ stellte deshalb in der Sitzung am 16. Jänner den Antrag, dass sich der Landtag Steiermark für einen Erhalt der Acker- und Wiesen und gegen einen Verkauf der Flächen aussprechen soll. Der FPÖ-Abgeordnete Deutschmann bezeichnete diese Forderungen in der Debatte als „Kommunismus“. SPÖ und ÖVP stimmten gegen den Antrag der KPÖ, die FPÖ stimmte überdies auch gegen ein Bekenntnis des Landtags, die Flächen nicht zu verkaufen.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Die Bevölkerung lehnt den Verkauf der Flächen und die dann früher oder später folgende Verbauung mit großer Mehrheit ab. Das hat die Volksbefragung mehr als deutlich gezeigt. Die Landesregierung wäre gut beraten, die Menschen ernst zu nehmen und andere Wege einzuschlagen, um die Schule weiterzuentwickeln.“

16. Januar 2018