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Griechenland: "Spielgeld für Spekulanten"

EU-Milliarden helfen der Bevölkerung nicht

Das ist keine Hilfe für die griechische Bevölkerung, sondern für die Banken in Deutschland, Frankreich und Österreich.

„Den Regierungen der EU geht es nicht um die Hilfe für die griechische Bevölkerung sondern um die Rettung der Banken in den eigenen Ländern.“ Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Samstag. Er wies darauf hin, dass bereits bekannt geworden ist, dass österreichische Banken bei einem Staatsbankrott Griechenlands mehr als 4 Milliarden Euro abschreiben müssten.
Dazu kommt noch: Das Steuergeld aus den EU-Staaten geht sofort in die Hände von internationalen Spekulanten über. Der Bevölkerung in Griechenland wird ein Belastungskurs vorgeschrieben, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.
Immer deutlicher wird die Tatsache, dass die große Mehrheit der Bevölkerung für die Krise zahlen muss, während auf den Finanzmärkten gleichzeitig mit Leichtigkeit Milliarden verdient werden. Die Hilfen für Griechenland sind nur weiteres Spielgeld für die Spekulanten.
Parteder: „Wir sind in dieser Situation auf der Seite der griechischen Gewerkschaften, die kämpferisch gegen den Sozialabbau vorgehen.“
Eines muss man immer wieder sagen: Bis vor kurzem hat man bei uns die Einheitswährung Euro als Schutzdamm gegen die Krise hoch gelobt. Diese Lüge ist jetzt endgültig geplatzt. Parteder: „Seit 2008 haben wir in Österreich immer wieder gehört, dass wir als Mitglied der EU und der Einheitswährung Euro vor den Auswirkungen der Krise besser geschützt wären als andere. Jetzt zeigt sich, dass die Krise dabei ist, den Euro in eine Zerreißprobe zu bringen und die Widersprüche in der EU zu verstärken.“

24. April 2010