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Graz-Linz: IC-Verbindung nicht einstellen

ÖBB-Spitze handelt völlig widersinnig

„Die direkte Bahnverbindung zwischen Graz und Linz muss erhalten werden. Es wäre völlig widersinnig, wenn die zweit- und die drittgrößte Stadt Österreichs nicht mehr mit dem Zug verbunden wären.“ Das sagte KPÖ-Landtagsklubobfrau Claudia Klimt-Weithaler am Donnerstag.
„Die Meldung, wonach der Intercity nach Linz bereits mit dem Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt werden soll, kommt ein paar Tage nach der Landtagswahl und nach beruhigenden Signalen der Verantwortlichen vor dem Wahltag. Noch in der Vorwoche haben alle Parteien im Grazer Gemeinderat einstimmig die Absicherung der Schienen-Fernverkehrsverbindung Graz-Linz gefordert.
Man muss wissen, dass wichtige Teilstrecken der ÖBB in der Steiermark und in Oberösterreich erst vor kurzem modernisiert worden sind. Jetzt will die ÖBB den Intercity Graz – Linz durch einen Bus ersetzen, der auf der Autobahn fährt. Das ist widersinnig.“
Die steirische KPÖ fordert den Bund und die Länder Steiermark und Oberösterreich auf, eine positive Lösung im Sinne des öffentlichen Verkehrs auf der Schiene zu suchen und zu finden.
Gleichzeitig warnt man davor, dass auch die IC-Verbindungen Graz-Innsbruck, Graz-Maribor und Graz-Salzburg von der Einstellung bedroht sind.

1. Oktober 2010