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Glücksspiel: Wessen Stimme zählt in der steirischen SPÖ?

Klimt-Weithaler (KPÖ): Ankündigungen hat es schon viele geben, aber noch keine Taten

Den Vorstoß der SPÖ-Parteijugend, am Landesparteitag im Herbst nach Wiener Vorbild einen Antrag auf Abschaffung des „Kleinen Glücksspiels“ einzubringen, bewertet KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler positiv. Die KPÖ kämpft seit 2005 gegen das Geschäft mit der Spielsucht in unserem Bundesland und möchte verhindern, dass das Land Lizenzen für die Glücksspielautomaten nach dem neuen Glücksspielgesetz vergibt.

Bereits in der letzten Periode hat die SPÖ zwar immer wieder von mehr Jugendschutz und strengeren Schutzbestimmungen gesprochen, Taten sind diesen Ankündigungen aber keine gefolgt. Lediglich die Abgaben auf Automaten wurden erhöht, was aber in der Praxis bisher am Widerstand der Branche gescheitert ist, die im Landtag vom Lobbyisten LAbg. Wolfgang Kasic (VP) vertreten wird.

Klimt-Weithaler: „Es ist erfreulich, dass sich nun auch in der SPÖ-Basis Widerstand gegen die Linie der Parteiführung regt, die keine ernsthaften Schritte zur Zurückdrängung der Automatenflut in der Steiermark unternimmt. Wir haben die höchste Automatendichte und die meisten Spielsüchtigen in ganz Österreich, aber die SPÖ ignoriert diese Entwicklung. Wenn man mit einfachen SPÖ-Mitgliedern redet, hört man sehr viel Kritik an dieser Linie. Ich bin gespannt, wessen Stimme bei der SPÖ mehr zählt: die der Parteibasis oder jene der Novomatic AG.“

15. Juni 2011