Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

Glücksspiel: KPÖ fordert Ausstieg nach Wiener Beispiel

Claudia Klimt-Weithaler: Auch in der Steiermark die Chance nutzen!

Wie heute bekannt wurde, wird Wien keine Lizenzen an Glücksspielkonzerne zur Aufstellung neuer Glücksspielautomaten vergeben. Damit wird das sogenannte „Kleine Glücksspiel“ mit Auslaufen der Übergangsfrist für das neue Glücksspielgesetz ab 2015 weitgehend frei von Automaten sein. Die steirische KPÖ kämpft seit 2006 für dieses Ziel.

Ernest Kaltenegger überreichte 2007 über 11.000 Unterschriften an den Landtagspräsidenten, geschehen ist aber aufgrund des Drucks der Glücksspielindustrie sehr wenig.

Claudia Klimt-Weithaler, Klubobfrau der KPÖ im Landtag, sieht in der Wiener Entscheidung eine große Chance, nun auch in der Steiermark ein Verbot der Spielautomaten durchzusetzen: „In Wien hat man erkannt, dass die Einnahmen aus dem Glücksspiel niemals den Schaden abdecken können, der vor allem durch die Spielautomaten angerichtet wird. In der Steiermark haben wir schon lange die größte Dichte an Automaten und die meisten Spielsüchtigen. Für die steirischen Automatenaufsteller wurde extra die Frist verlängert. Ab 1. Jänner 2016 könnte aber auch die Steiermark frei von Spielautomaten sein, wenn wir dem Wiener Vorbild folgen. Wir werden im Landtag dieses Ziel weiter verfolgen und hoffen, dass nach dem Ausscheiden des VP-Abgeordneten Kasic nun eine sachliche Entscheidung möglich ist, die nicht von den Interessen der Automatenlobby geleitet ist.“

Sowohl aus den Reihen der SPÖ als auch der ÖVP gibt es ermutigende Signale. In der Fragestunde im Rahmen der Landtagssitzung am 27. September wird die KPÖ Landeshauptmann Voves zur Linie befragen, die die Landesregierung nun einschlagen wird.

14. September 2011