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Glaubwürdigkeit kann man wählen!

Kommentar von Renate Pacher

Unter diesem Motto hat die KPÖ in Graz mit Spitzenkandidatin Elke Kahr einen Sensationserfolg erreicht. Das ist für uns eine große Freude, wir gratulieren herzlich. Dieses Ergebnis macht deutlich, was in der Politik falsch läuft und das viele Menschen nach Alternativen suchen.

Jeden Tag hören wir von Korruption und Privilegien. Abgehobene PolitikerInnen fühlen sich nicht ihren WählerInnen, sondern den Konzernen und Eliten verpflichtet. Hohe Gehälter lassen sie vergessen wie die Durchschnittsmenschen leben. Nach dem Ausscheiden aus der Politik winken als Dank hochbezahlte Beraterposten.

Obwohl wir in einem reichen Land leben gibt es Sozialabbau. Immer mehr Menschen kommen kaum über die Runden. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Anstatt Vermögen und Gewinne zu besteuern, holt sich die Regierung das Geld bei der Bevölkerung.

Mit unserer Einkommensgrenze für Politeinkommen und unserem Sozialfonds zeigt die KPÖ dass es auch anders geht. Elke Kahr ist das beste Beispiel, dass kein hohes Einkommen nötig ist um eine gute Politikerin zu sein. Entscheidend ist, auf welcher Seite man steht.

Es sind die arbeitenden Menschen, die die Werte und den Reichtum unserer Gesellschaft schaffen. Anstatt eine kleine Elite immer reicher zu machen, soll das, was wir alle gemeinsam erarbeiten, auch allen zu Gute kommen.
Wenn wir Verschlechterungen, wie Gebührenerhöhungen, Personalabbau oder Privatisierungen, nicht zustimmen sind wird keine Nein-Sager. Wir haben eine konsequente Haltung, denn wir fühlen uns den arbeitenden Menschen verpflichtet.
Einziger Wermutstropfen ist die erschreckend geringe Wahlbeteiligung. Wer gewinnt, wenn Unzufriedene ihre Stimme verschenken und nicht zur Wahl gehen? Am Tag danach sind die ungültigen Stimmen vergessen. Soll sich wirklich etwas ändern, müssen Menschen auch bereit sein sich einzubringen.

Renate Pacher, KPÖ-Stadträtin in Knittelfeld

27. November 2012