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Gehaltserhöhungen von 0,9 Prozent im Pflegebereich völlig unakzeptabel.

KPÖ solidarisiert sich mit den Forderungen der Beschäftigten

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Landtagsabgeordnete Renate Pacher: "Diejenigen Menschen, die pflegen, aber auch jene, die gepflegt werden, verdienen die besten Bedingungen."

Die Beschäftigten in den Pflegeberufen sollen mit einer lächerlich geringen Gehaltserhöhung abgespeist werden. Die Einkommenserhöhung soll nach den Wünschen der Dienstgeber maximal 0,9 Prozent  betragen (man denkt dabei an die nicht vergleichbare Erhöhung im öffentlichen Dienst). Laut Dienstgeberseite sei es in Krisenzeiten nicht tragbar, die Einkommen stärker anzuheben.

Die Verhandlungen wurden daraufhin abgebrochen, Protestaktionen und Kampfmaßnahmen sind geplant. So sammelt der Betriebsrat der Caritas unter dem Titel „Ich fordere mehr, denn meine Arbeit ist mehr wert“ Unterschriften zur Unterstützung dieser Forderung.

Der Abbruch der Verhandlungen bedeutet, dass die in der Pflege Beschäftigten vorerst mit 1. Jänner keine Gehaltserhöhung bekommen. Betroffen davon sind die MitarbeiterInnen von Caritas und Beschäftige, die dem Diakonie- und dem BAGS-Kollektivvertrag unterliegen. Die KPÖ ist solidarisch mit den Forderungen der Pflegebediensteten nach einer höheren Entlohnung und unterstützt alle Aktionen der Gewerkschaft und der Beschäftigten.

KPÖ-LAbg. Renate Pacher: „Eine Erhöhung von 0,9 Prozent ist völlig unakzeptabel. Die Pflege ist ein verantwortungsvoller und schwerer Beruf und verdient eine faire Bezahlung. Diejenigen Menschen, die pflegen, aber auch jene, die gepflegt werden, verdienen die besten Bedingungen. Es ist zynisch, nun die Krise als Vorwand zu nehmen, um einen schlechten Gehaltsabschluss durchzusetzen. Die Beschäftigten in der Pflege haben die Krise nicht verursacht, warum sollten sie nun dafür bezahlen? Für die Rettung von Banken wurden binnen Tagen hunderte Milliarden aufgebracht. Die Verursacher der Krise wurden bisher in keinster Weise zur Verantwortung gezogen, während die Bevölkerung und nun offensichtlich auch die Pflegebediensteten die Zeche zahlen sollen.

Seit der Abschaffung des Regresses haben Pflegeheime regen Zulauf, von einer Krise ist dort nichts zu spüren. Im Gegenteil, die Pflegetagsätze wurden in den letzen Jahren kräftig angehoben und viele, vor allem private Betreiber, verdienen sich an der Pflege eine goldene Nase.“

7. Januar 2010