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Für Präsenz- und Zivildiener

KPÖ: Stadt Deutschlandsberg muss aktiv werden

Die Stadt Deutschlandsberg soll den Landtag Steiermark im Petitionswege auffordern, eine 50 prozentige Kostenermäßigung im Steirischen Verkehrsverbund für Präsenz- und Zivildiener zu beschließen und dessen Finanzierung durch Verhandlungen mit dem Bundesministerium Landesverteidigung und Sport (BMLVS) und der Zivildienstserviceagentur abzusichern..
Mit diesem Dringlichkeitsantrag machte Walter Weiss (KPÖ) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag auf die Schlechterstellung dieser Personengruppe durch die Graz- Köflacherbahn (GKB) aufmerksam.

Hintergrund des Antrages:

Deutschlandsberger Präsenz- oder Zivildiener, die in ihrer Freizeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in unsere Landeshauptstadt fahren wollen, müssen ab ihrem 19. Geburtstag dafür den vollen Preis entrichten, da die jeweilige ÖBB Vorteils- bzw. ÖsterreichCard nur auf Bahnstrecken der ÖBB Gültigkeit hat. So kostet eine 24-Stundenkarte Deutschlandsberg–Graz 21 Euro, während Präsenz- und Zivildiener z.B. auf der Strecke Bruck a. d. Mur–Graz kostenlos mit dem Zug fahren können. Zwar können Präsenzdiener Fahrtkosten mit Massenverkehrsmitteln bis zu 320 km mit dem Österreichischen Bundesheer abrechnen, eine Fahrtkosten-übernahme für Zivildiener findet aber nur zwischen Wohn- und Dienstort statt.
Hier kommt es also zu einer automatischen Schlechterstellung von Präsenz- und Zivildienern die nicht im Einzugsgebiet einer ÖBB-Bahnstrecke leben.

Nun wird sich der Stadtrat mit der Problematik beschäftigen. Walter Weiß: Ich hoffe, dass sich auch die anderen Parteien auf die Seite der Präsenz- und Zivildiener stellen."

24. November 2015