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Frauen verdienen noch immer ein Fünftel weniger

KPÖ-Aktion zum Internationalen Frauentag 2019

Der Internationale Frauentag wird weltweit seit 1911 am 8. März begangen. Sein Ziel war es von Anfang an, Gleichberechtigung von Frauen und Männern herzustellen. Die steirische KPÖ erinnert jedes Jahr mit einer Aktion daran, dass einige zentrale Forderungen noch immer unerfüllt geblieben sind.

Heuer stehen die Veranstaltungen im Zeichen des 100. Todestags von Rosa Luxemburg. „Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat!“ – die deutsche Kommunistin Rosa Luxemburg kämpfte für eine menschlichere Gesellschaft und musste dafür mit ihrem Leben bezahlen. Sie wurde am 15. Jänner 1919 ermordet.

Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist längst in der Bundesverfassung verankert. Doch Frauen sind nach wie vor benachteiligt: Berufe, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, sind schlechter bezahlt. Frauen leisten nach wie vor den Großteil der unbezahlten Arbeit wie Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Alten und Kranken und haben im Beruf schlechtere Aufstiegschancen.

Bei ihrer Aktion zum Internationalen Frauentag am 8. März verteilten Aktivistinnen und Aktivisten der KPÖ gemeinsam mit der Grazer Stadträtin Elke Kahr, Landtags-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler und Stadtrat Robert Krotzer in der Grazer Herrengasse Nelken. „Nach aktuellen Daten verdienen in Österreich Frauen für gleichwertige Arbeit noch immer 19,9 Prozent weniger als Männer. Viele Frauen haben trotz rückläufiger Arbeitslosigkeit keine Chance auf Vollzeitbeschäftigung, auch wenn sie das wollen. Deshalb sind Frauen im Alter viel stärker von Armut bedroht,“ betont Claudia Klimt-Weithaler.

„Es ist erschreckend, wie viele Frauen in Österreich Pensionen unter 1200 Euro haben. Zu geringe Einkommen führen zu Altersarmut. Frauen sind davon viel häufiger betroffen. Die wichtigste aller Forderungen ist deshalb ein Einkommen, mit dem ein menschenwürdiges Leben möglich ist. Das ist sehr viel wichtiger als die Frage, wie viele Frauen in den Chefetagen von Großkonzernen sitzen“, so die Grazer Stadträtin Elke Kahr.

 

Das sind die Forderungen der KPÖ:

  • Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit,
  • Recht auf existenzsichernde Erwerbsarbeit und auf existenzsichernde Pensionen für alle,
  • Eigenständiges Leben für Frauen in jedem Alter sichern,
  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Beziehungs- und Hausarbeit für beide Geschlechter,
  • Flächendeckend ganztägige, kostenlose und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsangebote für Kinder aller Altersstufen,
  • Frauen- und Mädcheneinrichtungen ausbauen und finanziell absichern
  • Selbstverständliche Väterkarenz
  • Mindestlehrlingsentschädigung in allen Branchen

8. März 2019