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Fohnsdorf: Jetzt müssen alle Karten auf den Tisch!

KPÖ hat bereits im Jahr 2006 vor finanziellem Risiko gewarnt

„In der Sache Therme Fohnsdorf müssen alle Verantwortlichen – vom Landeshauptmann bis hin zu Bürgermeister Straner – endlich alle Karten auf den Tisch legen. Schließlich geht es um die Zukunft unserer Gemeinde“.
Das sagte KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser am Mittwoch. Der Bericht in der Kleinen Zeitung vom 2. 6. bestätigt im Nachhinein die Bedenken der der KPÖ-Mandatarin. Während Landeshauptmann Voves großen Druck für die aufsichtsbehördliche Genehmigung der Garantieerklärung für den Thermenkredit machte und die ÖVP in der Landesregierung diesem Vorgehen ihren Segen erteilte, war die KPÖ schon vor 4 Jahren konsequent.
Wir zitieren aus der KPÖ-Gemeindezeitung „Glück Auf“ vom Juni 2006: „In einer kurzfristig einberufenen Gemeinderatssitzung setzte die SPÖ-Mehrheit eine Garantieerklärung über 18 Millionen Euro (248 Mio. S) für das Thermenprojekt durch. Damit übernimmt die Gemeinde das volle Risiko. KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser konnte diesem Weg nicht zustimmen: „Dieser unhaltbare Zustand geht auf Kosten der Bevölkerung.“
Elfriede Wieser erklärte damals: „Die Gemeinde Fohnsdorf und damit wir alle als Steuerzahler haften durch unsere Garantieerklärung für die gesamten Verbindlichkeiten. Das kann noch sehr teuer werden. Hoffentlich geht das alles gut aus. Sie werden aber verstehen, dass die KPÖ nicht die Katze im Sack kaufen will.“
Jetzt ist Feuer am Dach. Alle Vorhersagen der KPÖ haben sich als richtig erwiesen. Sowohl die Therme selbst als auch die Gemeinde Fohnsdorf sind in größten Schwierigkeiten. Deshalb kritisiert die KPÖ-Fohnsdorf die Position von Bürgermeister Straner, der immer wieder verkündet, nach wie vor von seiner Handlungsweise überzeugt zu sein und alles wieder gleich machen zu wollen wie 2006.
Elfriede Wieser: „Damit ist man aber mit Volldampf voraus in die Schuldenfalle gesteuert.“
Die Fohnsdorfer KPÖ fordert vom Land Steiermark, die Gemeinde Fohnsdorf jetzt nicht im Stich zu lassen. Die Bevölkerung darf nicht die Kosten für eine verfehlte Politik und für falsche Entscheidungen tragen. Diese Aufforderung gilt für SPÖ und auch für die ÖVP, die in der Landesregierung der damaligen Garantieerklärung zugestimmt hat.

2. Juni 2010