Fernwärme: „Keine sinnvolle Alternative zu Verbund-Vertrag“

Werner Murgg (KPÖ) begrüßt Lösung - diese darf aber kein Vorwand für Preiserhöhungen sein!

Seit vielen Jahren fordert die KPÖ, dass es endlich zu einem Fernwärmevertrag der Energie Steiermark mit dem Verbund kommen muss. Nun wurde endlich eine Vereinbarung getroffen, sie gilt ab der nächsten Heizsaison. Allerdings bleiben alle wesentlichen Details geheim. Seit dem Auslaufen des alten Vertrages 2020 wird ein Teil der in Graz nötigen Wärme in der Puchstraße erzeugt, wobei Schadstoffe und Feinstaub anfallen.

Der Verbund verpflichtete sich im alten Vertrag, zumindest 230 MW Fernwärme zu liefern. Das ist mehr als ein Drittel des Gesamtverbrauches im Großraum Graz. Sappi, die Marienhütte und einige weitere Erzeuger speisen kleinere Mengen Fernwärme ins Netz ein. An Spitzentagen dienten die Kraftwerke in der Grazer Puchstraße „alt“ und „neu“ (180 + 190 MW) zur Sicherung der Versorgung, 2020 wurde daraus eine ökologisch und wirtschaftlich unsinnige Dauerlösung.

Der neue Vertrag zwischen Energie Steiermark und dem Verbund sieht keine fixe Liefermenge vor. Der Grund dafür ist, dass Mellach nur bei Bedarf Strom erzeugt, wobei die Fernwärme als Nebenprodukt abfällt. „Das ist besser, als die Wärme über die Mur abzuleiten“, sagt KPÖ-LAbg. Werner Murgg. Unverständlich ist die Geheimhaltung des Preises und der Dauer des Vertrages. Es wird darauf zu drängen sein, dass der Vertrag langfristig abgeschlossen wird, um die ökologisch problematische Erzeugung in der Puchstraße weitgehend überflüssig zu machen. Laut Bericht in der Kleinen Zeitung ist von „Anpassung an die Marktgegebenheiten“ die Rede.

„Die alternativen Konzepte haben sich, wie wir vorausgesagt haben, als Hirngespinste erwiesen. Letztlich gibt es keine sinnvolle Alternative zu einem Vertrag mit dem Verbund. Für diese Feststellung wurden wir im Landtag oft verlacht, die Position hat sich aber als realistisch erwiesen. Der neue Vertrag ist zu begrüßen, er darf aber kein Vorwand sein, jetzt die Preise zu erhöhen“, betont Werner Murgg.

16. März 2021