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FACC lässt Fohnsdorf-Projekt fallen

Keine neuen Arbeitsplätze in der Region

Nach dem Abwandern von AT&S aus Fohnsdorf steht es seit Montag fest: Es wird in der früheren Bergarbeitergemeinde keine neuen Arbeitsplätze durch die Errichtung eines neuen Werkes für Flugzeugteile geben. Der Aufsichtsrat der Firma FACC, an der Androsch wie bei AT&S beteiligt ist, hat sich für einen Standort in Oberösterreich ausgesprochen, weil das finanzielle Förderpaket des Landes in Oberösterreich noch lukrativer für die international operierende Firma war als die Förderungen, die Land und Gemeinde Fohnsdorf in der Steiermark angeboten hatten.

Dabei war die steiermärkische Landesregierung bereits im Juni 2005 auf alle Forderungen der Firma eingegangen. Die Gemeinde Fohnsdorf hatte schon den Beschluss über den Kauf der nötigen Grundstücke gefasst. Im Vorfeld der steirischen Landtagswahlen war die Ansiedlung von FACC in Fohnsdorf als eine so gut wie beschlossene Angelegenheit dargestellt worden. An dieser Meinungsbeeinflussung hatte sich auch FACC-Miteigentümer und SPÖ-Berater Hannes Androsch beteiligt.

Die regionale KPÖ-Landtagsabgeordnete Ing. Renate Pacher und die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfi Wieser betonten am Montag in einer Stellungnahme, dass die Bedürfnisse der arbeitenden Menschen und die Sorge um Arbeitsplätze im Aichfeld nur ein Spielmaterial im Kampf der Konzerne um höhere Förderungsmaßnahmen sind. Besonders verwerflich sei es, wie man von dieser Seite mit den Gemeinden umspringt.
Renate Pacher: „Dieser Fall zeigt wieder, wie wichtig es wäre, wenn wir in unserer Region wieder Leitbetriebe hätten, die sich in öffentlichem Eigentum befinden.“

Rückfragehinweis: 03512 82240

25. Oktober 2005