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EU greift auf steirische Brunnen

Alarmierende Berichte

Bis zum Jahr 2010 will die EU Zugriff auf die heimeischen Wasserreserven erreichen. Die steirische Bevölkerung ist alarmiert. Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" vom 14. August will die EU bis 2010 zentralisierten Zugriff auf die Wasserreserven erhalten und höhere Gebühren für die Wasser bzw. Wasserversorgung durchsetzen. Das würde nicht nur für Nutzer/innen kommunaler Wasserversorgung höhere Gebühren bedeuten – auch Hausbrunnen sollen davon betroffen sein.


Eine Leserin hat dazu einen Brief verfasst (19.8.2007), den wir hier wiedergeben wollen:


Das Klima wird zum Vorwand


„Dass es um unser Wasser geht, pfiffen die Spatzen schon vor unserem EU-Beitritt vom Dach.“

Längst hat das Gerangel um unsere wichtigste Ressource begonnen. Die Begehrlichkeit auf unser kostbares Wasser war nie zu überhören, denn die Spatzen pfiffen es schon zu Zeiten unseres unseligen EU-Beitrittes vom Dach.

Ziemlich dreist wird jetzt der Klimawandel wie ein Feigenblatt vorgeschoben. Auch wenn uns heimische Politiker versichern, dass Entscheidungen über die Bewirtschaftung unserer Wasserressourcen nur einstimmig getroffen werden können . . . Wie bitte? Das sollen wir als gelernte Österreicher wirklich noch glauben? Schwer! Bitte sehr, die Einstimmigkeit ist doch mit dem neuen Regelwerk deshalb Geschichte.

Unsere Volksvertreter haben uns bislang in anderen Bereichen schon verschaukelt: ob Ederer-Tausender, das Mitreden innerhalb der EU, Transit, Gentechnik, Schilling bleibt, Anonymität unseres Sparbüchels wäre gesichert, Neutralität usw.

Dass die Portugiesen und Spanier über wenig Wasser verfügen, ist allseits bekannt, jedoch ist ihr Dilemma auch zum Großteil hausgemacht. Wegen der unersättlichen Gier der Touristenindustrie wurden Bauern um das wenige Wasser gebracht, um das Planschen mit kostbarem Nass im Pool zu ermöglichen. Gigantische Touristenburgen saugen hemmungslos alles auf, was eigentlich nicht mehr vorhanden ist. Kurzsichtig und dekadent.
Die Bauern stehen auf ausgetrockneten Böden, ihre Existenzen wurden so weit zerstört, dass sie nicht einmal das Geld aufbringen, um entsalztes Wasser kaufen zu können. (Kürzlich im Sat-Programm zu sehen).

Mit einem Bündel von Maßnahmen will jetzt EU-Brüssel, dass das Wasser teurer wird, und gegen die Wasservergeuder vorgehen. Damit meinen sie aber nicht die Touristenbranche-Profiteure, sondern unter anderen unsere österreichischen Landwirte. Unsere Bauern durften bisher aus eigenem Brunnen beliebig und kostenlos das Wasser nutzen. Damit soll jetzt Schluss sein. Sollten Staaten wie wir weiterhin den Bauern das Wasser gratis bereitstellen und sich die Wassergebühren bis 2010 nicht an der tatsächlichen Knappheit orientieren, werde die Kommission die säumigen Länder klagen.

Wenn etwas mit einer Regelmäßigkeit eintritt, dann ist es die diktatorische Vorgabe aus der Brüsselburg. Aber es geht noch weiter. Als drastische Maßnahme kann sich Brüssel sogar vorstellen, dass Wasser über gewaltige Aquädukte aus Ländern wie Österreich in die trockenen Regionen gepumpt wird.

Aktuell will unsere Regierung ungeniert die EU-Verfassung (neu: Grundlagen-Vertrag) an uns vorbeischummeln und dies mit Grund. Wer es nicht begriffen hat, dass wir aus dieser EU rausmüssen, dem ist nicht zu helfen.

19. August 2007