ESTAG: Beraterhonorar empört Stromkunden
Murgg fordert Strombonus statt Verschwendung von öffentlichen Geldern
Geht es nach den Vorstellungen von Landeshauptmann Franz Voves, soll die geplante Neustrukturierung der ESTAG das Land Steiermark 3,85 Millionen Euro kosten. 3,2 Millionen Euro könnten demnach die Investmentbanken ABN/Amro und Raiffeisen Investment AG für strategische Beratung des Landes kassieren, bis zu 650.000 Euro der Wiener Anwalt Gabriel Lansky, der die SPÖ unter anderem im Herberstein-Untersuchungsausschuss berät. Bekanntlich plant die Electricité de France ihr Aktienpaket an der ESTAG zu verkaufen.
KPÖ-Landtagsabgeordneter Werner Murgg protestiert angesichts der Weigerung von Landeshauptmann Voves, den steirischen Haushalten den im Landtag beschlossenen Strombonus auszubezahlen, gegen die immense Höhe dieses Beraterhonorars.
Werner Murgg: „Wer fast vier Millionen Euro für Beraterhonorare ausgibt und gleichzeitig die Auszahlung eines Strombonus verweigert, pflanzt die steirischen Haushalte.“
Der KPÖ-Abgeordnete kritisiert derartige Beraterverträge prinzipiell. Werner Murgg: „Ich frage mich, wozu sich die ESTAG einen millionenschweren Vorstand leistet, wenn dieser dann bei entscheidenden Weichenstellungen selbst keine Strategie entwickeln kann.“
Die KPÖ tritt im Rahmen einer Neupositionierung der ESTAG als ersten Schritt für einen Rückkauf der EdF-Anteile durch das Land Steiermark ein.
Veröffentlicht: 23. Oktober 2006