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Energiepolitik: EdF-Rückzug große Chance für Steiermark

Geld für Rückkauf bei Estag vorhanden – mehr Anteile bringen mehr Dividende für Landesbudget

Der französische Atomstromkonzern EdF, der 25 Prozent an der steirischen EStAG hält, möchte seine Anteile am steirischen Energiekonzern zum Verkauf anbieten. Die KPÖ sieht darin eine große Chance für die Steiermark, wieder Herr im eigenen Haus zu werden und in Zukunft ohne von Fremdinteressen geleitete Einflussnahme Energiepolitik zu betreiben. Außerdem würden allfällige Dividenden nach einem Rückkauf wieder in vollem Umfang dem Land zur Verfügung stehen.

KPÖ-Landtagsklubobmann Ernest Kaltenegger: „Die seinerzeitige planlose Privatisierung der EStAG war der falsche Weg. Vorteile aus diesem Geschäft sind der Steiermark nie erwachsen. Die großsprecherischen Ankündigungen der damals verantwortlichen Landespolitiker, die Zukunft der EStAG sei mit der EdF als ‚strategischem Partner’ langfristig abgesichert, haben sich als Schall und Rauch erwiesen.“

Die KPÖ weist darauf hin, dass die Mittel für den Rückkauf der EdF-Anteile mit Eigenmitteln möglich ist, ohne das Unternehmen zu gefährden. Mit der Wiedererlangung dieser Anteile wäre die Steiermark dem Ziel der energiepolitischen Unabhängigkeit einen großen Schritt näher.

25. Juni 2009