Elementare Bildung: KPÖ fordert im Landtag bessere Rahmenbedingungen ein

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ): „Genug geredet, es braucht endlich konkrete Verbesserungen in den elementaren Bildungseinrichtungen!“

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Vergangenes Jahr gingen hunderte Kolleg:innen für echte Verbesserungen in der Elementarbildung auch in Graz auf die Straße.

Kindergärten und Kinderkrippen sind ein wesentlicher Teil des Bildungssystems in Österreich. Mit altersgerechter, qualitativ hochwertiger Pädagogik wird der Grundstein für einen erfolgreichen Schulbildungsweg gelegt – oder zumindest sollte das so sein. Die Realität sieht freilich oft anders aus: „Dass die Elementarpädagog:innen und Kindergartenassistent:innen mittlerweile zu Tausenden auf die Straße gehen, hat gute Gründe: zu große Gruppen, zu wenig Personal und chronische Unterbezahlung. Seit 30 Jahren fordern die Beschäftigten echte Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung nun endlich konkrete Maßnahmen setzt!, so KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler in Richtung der steirischen Landesregierung. Sie hat heute einen entsprechenden Antrag im Landtag eingebracht. Leider wurde ebendieser Antrag mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ abgelehnt...

Im Antrag fordert die KPÖ-Klubobfrau den Ausbau der ganztägigen elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in der gesamten Steiermark, eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels, die Erhöhung der Beiträge des Landes zum Personalaufwand, eine Reduktion der Gruppengrößen, die Ausweitung der Sozialstaffel für Elternbeiträge auf alle Einrichtungen sowie eine regelmäßige Berichterstattung über die Ergebnisse des „Dialogs Elementarpädagogik 2030“ im Landtag.

Der KPÖ ist es ein besonderes Anliegen, dass die Landesregierung mit den Beschäftigten in der elementaren Bildung den Dialog auf Augenhöhe führt – und darüber auch öffentlich berichtet. Der von den Kolleg:innen geforderte „Kinderbildungsgipfel“ wurde bekanntlich bereits abgelehnt, stattdessen eine „Dialogreihe Elementarpädagogik 2030“ vorgestellt. Dass die Ergebnisse dieses Dialogs dem Landtag präsentiert werden, sollte jedenfalls das Mindeste sein.

Zwar gaben heute im Landtag sämtliche Fraktionen Lippenbekenntnisse zur Wichtigkeit der elementaren Bildung ab, konkrete Verbesserungsmaßnahmen blieb die Landesregierung aber wieder schuldig. Das stößt bei Claudia Klimt-Weithaler auf Unverständnis: „Den schönen Worten müssen endlich Taten folgen. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung die Elementarpädagogik nachhaltig aufwertet. Ohne bessere Rahmenbedingungen wird sich der Personalmangel noch weiter verschärfen. Wer die Bedürfnisse der Kinder ernst nimmt, darf beim Personal nicht sparen.“
 

15. März 2022