Elementare Bildung: Forderungen der Beschäftigten endlich umsetzen!

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ): „Genug geredet – es braucht endlich konkrete Verbesserungen in den elementaren Bildungseinrichtungen!“

20211113_Elementarbildung-Demo-45.jpg

Seit vielen Jahren fordern die Elementarpädagog:innen und Kinderbetreuer:innen Verbesserungen bei ihren Arbeitsbedingungen ein – und stießen auf taube Ohren auf den Regierungsbänken. Die Folge: chronischer Personalmangel in den Kindergärten und -krippen. Die Leittragenden sind nicht nur die Kolleg:innen in den elementaren Bildungseinrichtungen, sondern vor allem auch die Kinder selbst.

In den letzten Jahren wurde der Protest der Elementarpädagog:innen und Kinderbetreuer:innen spürbar lauter – im November letzten Jahres gingen in Graz tausende Menschen unter dem Motto „Es ist 5 nach 12“ für mehr Personal, höhere Gehälter und kleinere Gruppen auf die Straße. Seither kann die Landesregierung die Missstände nicht mehr ignorieren – und doch kommt sie nicht in die Gänge.

In einer Aussendung um 3. April berichten Vertreter:innen von #kinderbrauchenprofis, der Initiative für Elementare Bildung und dem Steirischen Berufsverband für Elementarpädagogik aus dem „Dialog Elementarpädogogik 2030“, der am 30. März zusammentraf. Sie kritisieren: Im heurigen Jahr ist nur Geld für einen Verstärkungspool budgetiert. Weitere Maßnahmen, um dem Personalmangel entgegenzuwirken? Fehlanzeige…  

Dieser Müßiggang ist nicht nur den Beschäftigten, sondern auch KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler ein Dorn im Auge. Sie war selbst vor ihrem Wechsel in die Politik in der elementaren Bildung tätig und bringt die Schieflagen in den Einrichtungen seit vielen Jahren in den Landtag: „Zu große Gruppen, zu wenig Personal und chronische Unterbezahlung: Der Personalmangel in der elementaren Bildung ist hausgemacht. Echte Verbesserungen der Rahmenbedingungen sind überfällig. Die Landesregierung muss vom Reden ins Tun kommen!“

In den von den Beschäftigten ausgearbeiteten „Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und Attraktivierung der Berufe in elementaren Bildungseinrichtungen“ finden sich zahlreiche Forderungen, die die KPÖ in den letzten Jahren immer und immer wieder in den Landtag eingebracht hat – die aber leider viel zu oft von der Landesregierung niedergestimmt wurden:

  • Besserer Personalschlüssel und zusätzliches Personal für Reinigungs- und Küchentätigkeiten!
  • Höhere Entlohnung und verstärkte Ermöglichung von Vollzeit-Anstellungen!
  • Kleinere Gruppen durch schrittweise Senkung der Höchstkinderzahl!
  • Sofortige Umsetzung des angekündigten Verstärkungspools

Zustimmung zu diesen naheliegenden Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen gab es im Landtag in den letzten Jahren von sämtlichen Fraktionen – aber: „Den schönen Worten müssen endlich Taten folgen. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung die Elementarpädagogik nachhaltig aufwertet. Ohne bessere Rahmenbedingungen wird sich der Personalmangel noch weiter verschärfen. Wer die Bedürfnisse der Kinder ernst nimmt, darf beim Personal nicht sparen! Die Zeit für echte Verbesserungen bei der elementaren Bildung ist jetzt!“, so KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

4. April 2022