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Eisenerz wartet auf Konzept des Landes für ärztliche Versorgung

Landesrat Drexler hatte Vorlage bis Jahresende zugesagt

Das Jahr 2015 nähert sich seinem Ende und in Eisenerz warten Politik und Bevölkerung auf eine verbindliche Stellungnahme des zuständigen Landesrates Drexler und auf ein Konzept für die ärztliche Versorgung in der Region rund um den Erzberg. Bei einem Treffen mit dem Landesrat im Herbst war von ihm zugesagt worden, dieses Konzept bis Jahresende vorzulegen.
Die Eisenerzer KPÖ-Vizebürgermeisterin Anna Skender betonte am Donnerstag, dass es für die Landespolitik wichtig ist, dieses Versprechen zu halten: „Aussagen von Landesrat Drexler, dass im steirischen Gesundheitswesen kein Stein auf dem anderen bleiben werde, lassen nämlich aufhorchen. Es ist zu befürchten, dass Eisenerz auf der Prioritätenliste von ÖVP und SPÖ nicht sehr weit oben gereiht ist. Die Standortgarantie für das LKH Eisenerz gilt vertraglich nur mehr bis 2017. Auch dieses Problem wird sich für uns stellen.“
Anna Skender erinnerte daran, dass die Steiermark immer wieder - so beim Start der elektronischen Gesundheitsakte ELGA - eine Vorreiterrolle einnehmen will. Das gleiche Tempo sollte man eigentlich auch bei der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Eisenerz - vor allem nach der Schließung der 24-Stunden-Ambulanz und nach dem tragischen Vorfall im Zusammenhang mit dem Notarztsystem – erwarten können.
Skender: „Bis zum Jahresende sind noch einige Tage Zeit. Wenn bis dahin aber nichts geschieht, werden wir Eisenerzer uns massiv in Erinnerung rufen und auch nicht mehr locker lassen.
Der gesamte Eisenerzer Gemeinderat wird die Gesundheitsversorgung nicht an die Wand fahren lassen. Darin sind sich alle Parteien einig.“

17. Dezember 2015