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Eisenerz: Abbaumaßnahmen bei MAW

Karl Fluch weist auf Probleme durch Kündigungen hin

Bei der Maschinen- und Anlagenfirma MAW in Eisenerz gibt es Kündigungen. Das gab der Eisenerzer KPÖ-Gemeinderat Karl Fluch am Donnerstag bekannt.

Karl Fluch: „Nach dem Aus für die Firma Pilkington verlieren wir damit in kurzer Zeit 200 Arbeitsplätze, die als Ersatz für den Personalabbau am Erzberg gedacht gewesen wären. Die Stadtgemeinde hat große Verluste bei der Kommunalsteuer zu verkraften. Eine positive Entwicklungsperspektive für die Region rund um den Erzberg wird immer ungewisser. Es kann nicht sein, dass am Ende nur mehr die Behandlung von Sondermüll und Recycling übrig bleiben.“

Die KPÖ verweist auf die Verantwortung des Firmeneigentümers. Die Eisenerzer MAW gehört zum Reich der GAW (Grazer Armaturenwerk Pildner-Steinburg GmbH).
Jochen Pildner-Steinberg bestätigte in einer Reaktion Kündigungen, dementierte aber die Schließung der Fabrik und sprach von Restrukturierungsmaßnahmen. "Es kann nicht sein, dass am Ende nur mehr die Behandlung von Sondermüll und die Recycling übrig bleiben", hieß es in der KPÖ-Aussendung. Genau das, nämlich die Ausrichtung auf Recycling inklusive Aluminiumschmelze sehe das Konzept für die Neuausrichtung vor, erklärt GAW-Chef Pildner-Steinburg, der auch Präsident der steirischen Industriellenvereinigung ist. Vor allem aufgrund der Infrastruktur sei der bisherige Betrieb nicht wettbewerbsfähig.

Der Firmeneigentümer ist gleichzeitig auch Präsident der Industriellenvereinigung in der Steiermark. Die GAW betreibt außerhalb Österreichs auch Firmen in Deutschland, Kanada, den USA und in Brasilien.

24. September 2009