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Edlinger-Ploder: Eine bedenkliche Personalentscheidung

Kritik an Versorgungsposten für Ex-VP-Landesrätin als „Gesundheitsplanerin“

Foto: Pia Schmikl

Mit Kristina Edlinger-Ploders Wirken als ehemalige Gesundheitslandesrätin verbindet die steirische Bevölkerung vor allem die Einführung des Pflegeregresses und die Teilschließung zahlreicher Spitäler. Der Unmut gegen ihre Politik war so groß, dass sie noch vor Ende der letzten Periode aus dem Verkehr gezogen wurde.

Nun wird sie per Dringlichkeitsbeschluss der Landesregierung nach einer Episode im Universitätsbetrieb wieder als „Gesundheitsplanerin“ im mächtigen Gesundheitsfonds beschäftigt – als Teilzeitkraft. Daneben, das gab sie schon vorab bekannt, will sie ein zweites wirtschaftliches Standbein als „Beraterin“ aufbauen. Eine Vorgangsweise, die manche an einen Versorgungsposten denken lassen wird.

Für KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler ist diese Personalentscheidung bedenklich: „Edlinger-Ploder verkörpert wie kaum eine andere Person die selbstherrliche Politik der früheren ‚Reformpartner‘. Ihr gesundheitspolitisches Ziel war nicht die Sicherung und Verbesserung des steirischen Gesundheitssystems, sondern die größtmögliche Einsparung auf Kosten der Gesundheit. Das böse Erwachen wird für viele steirische Regionen erst kommen, wenn es außerhalb von Graz nur noch Notversorgung gibt – und selbst diese scheint keineswegs flächendeckend gesichert.“

11. Februar 2016