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Dringender Bedarf an Rehabilitationszentrum für Kinder

KPÖ-Klubobmann Kaltenegger: Graz idealer Standort für Einrichtung

In ganz Österreich gibt es kein Zentrum für Kinderrehabilitation. Darauf machte der Leiter der Kinderchirurgie am Grazer LKH, Michael Höllwarth, anlässlich des tragischen Umfalls eines siebenjährigen Kindes aufmerksam. Die KPÖ hat im steirischen Landtag den Antrag eingebracht, alle nötigen Maßnahmen zur Schaffung eines Rehabilitationszentrums für Kinder in der Steiermark zu setzen und sich beim Bund für eine eindeutige Regelung des Leistungsanspruchs einzusetzen.

Der gute Ruf der Kinderchirurgie in Graz sowie das große Einzugsgebiet machen Graz zum idealen Standort einer solchen Einrichtung, argumentiert KPÖ-Klubobmann Ernest Kaltenegger. In der Schweiz und in Deutschland sind solche Einrichtungen, in dem auch Angehörige mitbetreut werden, längst Standard.

Derzeit gibt es in der Steiermark nur in Judendorf-Straßengel eine eigene Rehabilitationsstation für Kinder und Jugendliche, allerdings nur für die Bereiche Neurologie und BSR (Bewegungs- und Stützapparat). Eine umfassende Betreuung mit pädagogischer und psychologischer Begleitung gibt es österreichweit leider ebenso wenig wie eine Regelung, wann ein Kind einen Leistungsanspruch auf Rehabilitation hat.

Da es entsprechende Einrichtungen in ganz Österreich nicht gibt, müssen viele Familien nach Deutschland, z.B. nach Tannheim, ausweichen. Trotzdem sieht das Gesundheitsministerium nicht genug Bedarf für ein eigenes Kinder-Rehabilitations-Zentrum und befindet sich damit im klaren Gegensatz zu ausgewiesenen Experten der Kindermedizin. Im Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark kommt der Bereich der Kinderrehabilitation überhaupt nicht vor.

25. November 2009