Don't smoke - ein wichtiges Volksbegehren!

Kommentar von Erich Wilding

Der Umfaller beim Aus für das Rauchverbot in Lokalen ist ein Liebesdienst an einige Gastwirte und die Tabakindustrie. Es ist bewiesen, dass in Ländern mit einem völligen Rauchverbot in Lokalen Herzinfarkte und Lungenerkrankungen zurückgehen. Es ist erwiesen, dass in diesen Ländern weniger Jugendliche zu rauchen beginnen und die Zahl der RaucherInnen insgesamt zurückgeht. Jährlich sterben in Österreich zwischen 11.000 und 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das ist jährlich eine Stadt in der Größenordnung von Knittelfeld.

Diese Entscheidung von ÖVP und FPÖ ist gegen das Wohl der ÖsterreicherInnen und gegen die Zukunft der Jugend gerichtet. Deshalb ist es sehr gut, dass es Widerstand gibt. Ich war ein starker Raucher und habe jahrzehntelang geraucht - leider. Ich habe oft versucht aufzuhören und weiß, wie schwierig das ist. Seit mehreren Jahren bin ich nun Nichtraucher und hoffe, dass es keinen Rückfall mehr geben wird. Ich wäre froh, hätte ich nie mit dem Rauchen angefangen.

Die Chancen, gar nicht mit dem Rauchen anzufangen, sind mit der Entscheidung von ÖVP und FPÖ deutlich schlechter geworden. Rauchen ist eine Sucht. Es gibt Menschen, die können nicht aufhören und es gibt Menschen, die wollen nicht mit dem Rauchen aufhören. Das ist zu akzeptieren. Aber die Freiheit der RaucherInnen endet dort, wo die Gefährdung anderer Menschen durch Passivrauchen beginnt. Nicht zuletzt geht es auch um den Schutz der Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, die haben nämlich keine Wahlmöglichkeit - aber die sind ÖVP und FPÖ offensichtlich egal.

Es ist beeindruckend, wie groß der Zuspruch für das "Don't smoke"-Volksbegehren ist. Auch Meinungsumfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der ÖsterreicherInnen für ein Rauchverbot in Lokalen ist. Wenn FPÖ und ÖVP diese breite BürgerInnenbewegung und den Mehrheitswillen der Bevölkerung nur ansatzweise ernst nehmen, muss es wie geplant zu einem raschen Rauchverbot in Lokalen kommen.

 

Erich Wilding, KPÖ-Gemeinderat in Spielberg

27. Februar 2018