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Die Vorhaben von LAbg. Renate Pacher

Kleine Zeitung-Murtal über eine Pressekonferenz der KPÖ-Mandatarin

Mit dem Slogan "Geben statt nehmen" ging die KPÖ in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 2. Oktober. Der Spruch hat offenbar gezogen, die Kommunisten sind nun mit vier Mandataren im Landtag vertreten. Viele fragten sich aber: Wie will die Partei das Wahlversprechen in die Tat umsetzen?

Die Knittelfelder KP-Landtagsabgeordnete Renate Pacher gab gestern die Antwort: "In dieser Funktion bekommt man fürstliche Gehälter." Sie meint damit 5023 Euro brutto, 14 Mal im Jahr.

1850 Euro davon wird sich Pacher behalten. Der Rest von knapp tausend Euro pro Monat fließt in den so genannten KPÖ-Sozialfonds, in den auch ihre Mitstreiter einzahlen.

Mit dem Geld soll bedürftigen Menschen Hilfestellung gegeben werden: "Mir ist bewusst, dass damit soziale Probleme nicht gelöst werden", so Pacher. Die Kommunisten wollen jedoch eine soziale Geste setzen und Verbesserungen im Sozialsystem erreichen: "Mit dieser Aktion soll auch Druck für eine Senkung von Politikergehältern gemacht werden." Das Gehalt als Landtagsabgeordnete ist das einzige Einkommen Pachers, die sich von ihrer bisherigen Anstellung in der Partei karenzieren lassen hat.

Das Geld für ihre Funktion als Gemeinderätin in Knittelfeld (80 Euro pro Sitzung) zahlt sie in die Parteikasse.

Die Landtagsabgeordnete ist für Knittelfeld, Judenburg und Murau zuständig, ab Jänner wird sie in allen drei Bezirken Sprechstunden halten. In einer Klausur im Jänner wird die Partei über die weitere Arbeit diskutieren. Vorrangig sei die Therme Fohnsdorf.

"Mir ist bewusst, dass soziale Probleme nicht gelöst werden. Einzelnen können wir aber helfen."

LAbg. Renate Pacher über den Sozialfond

(Kleine Zeitung, Region Murtal, 13. 12. 2005)

13. Dezember 2005