Die Steiermark ist Leerstand-Spitzenreiterin – Landesregierung sieht tatenlos dabei zu

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Der aktuelle „City Retail Report“ zeigt, dass es nirgends in Österreich so hohe Leerstandsanteile gibt, wie in der Steiermark. 12,7 Prozent der Flächen stehen in der grünen Mark leer.

Die Steiermark ist laut „City Retail Report“ mit einer Quote von 12,7 Prozent traurige Spitzenreiterin beim Leerstand von Geschäftsflächen in Österreich. Die Studie zeigt außerdem: Das Problem ist strukturell und betrifft nicht nur Graz, sondern das gesamte Bundesland. Hauptursachen sind die Zersiedelung sowie die massive Verlagerung des Handels in periphere Einkaufszentren, die auf den Autoverkehr ausgerichtet sind und den Ortskernen Kaufkraft entziehen. Stagnierende Bevölkerungszahlen verschärfen die Entwicklung zusätzlich.

Für die KPÖ ist diese Entwicklung das direkte Ergebnis politischer Fehlentscheidungen der vergangenen Landesregierungen. Über Jahre hinweg wurden Einkaufs- und Fachmarktzentren in der Steiermark zu freizügig genehmigt – oft entgegen der Raumordnungsziele und gegen den Widerstand benachbarter Städte und Gemeinden. Gleichzeitig verschärfen hohe Mieten – insbesondere in Graz, wo viele Geschäftsflächen großen Immobiliengesellschaften oder Banken gehören – die Situation für kleine Betriebe massiv.

„Zu lange wurde zugelassen, dass neue Handelsflächen auf der grünen Wiese entstehen, während gleichzeitig in den Innenstädten große Immobiliengesellschaften und Konzerne Flächen horten und lieber leer stehen lassen, als leistbare Mieten anzubieten. Dieses System darf nicht länger akzeptiert werden“, kritisiert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Ein erster Schritt um dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken, wäre etwa eine Parkplatzabgabe, bei der große Einkaufszentren einen Beitrag pro Parkplatz leisten müssen, die von der KPÖ schon mehrfach gefordert, aber von der Landesregierung immer wieder abgewiesen wurde. Eine solche Abgabe würde mehr Fairness für innerstädtische Betriebe schaffen, die weitere Versiegelung an den Ortsrändern bremsen und gleichzeitig rund 30 Millionen Euro ins Landesbudget spülen.

Graz sichert leistbaren öffentlichen Verkehr

30-10-26 Kei­ne Ein­grif­fe in Fahr­plä­ne – Zu­zah­lung zum Kli­mati­cket wird re­du­ziert, bleibt aber er­hal­ten. „Mo­bi­li­tät ist ein Grund­be­dürf­nis und ein we­sent­li­cher Teil der Da­s­eins­vor­sor­ge. Des­halb ist es uns wich­tig, die­se Un­ter­stüt­zung für die Nut­zung des Öf­f­ent­li­chen Ver­kehrs wei­ter­hin für al­le auf­recht zu er­hal­ten“, be­tont Bür­ger­meis­te­rin El­ke Kahr.

Wenn niemand mehr da ist: Wer sorgt für ein Begräbnis?

30-10-26 Mit der Ab­schaf­fung des So­zial­hil­fe­ge­set­zes auf Lan­des­e­be­ne sind mit 1. Jän­ner 2025 zahl­rei­che bis­her ge­setz­lich ge­re­gel­te Leis­tun­gen weg­ge­fal­len. Da­zu zählt auch die Über­nah­me der Kos­ten für ein­fa­che Be­stat­tun­gen, so­ge­nann­te Für­sor­ge­be­gräb­nis­se. „Un­ab­hän­gig da­von, ob An­ge­hö­ri­ge vor­han­den sind oder wer die Kos­ten trägt:…

ASVK: Pläne der Landesregierung gefährden Weltkulturerbe

23-10-26 Mit Sor­ge be­trach­tet die Gra­zer Bür­ger­meis­te­rin El­ke Kahr die von Lan­des­haupt­mann Ma­rio Ku­na­sek beim „De­re­gu­lie­rungs­gip­fel“ vor­ge­leg­ten Plä­ne zur Auf­wei­chung des Schut­zes der Gra­zer Alt­stadt. Die von der FPÖ-ÖVP-Lan­des­koa­li­ti­on prä­sen­tier­ten Schrit­te se­hen ei­nen weit­rei­chen­den Rück­bau der un­ab­hän­gi­gen Alt­stadt­sach­ver­stän­di­gen­kom­mis­si­on (ASVK) vor.

Veröffentlicht: 20. März 2026