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Die Eurofighter landen in Zeltweg

LAbg. Pacher: „Ein Sieg der Rüstungsindustrie - ein trauriger Tag für die Neutralität“

Pacher: "Wir meinen, es ist eine traurige Entwicklung für eine Region und eine Gesellschaft, wenn das Militär zum wichtigsten Arbeitgeber wird, und die Menschen solche Zukunftssorgen haben, dass sie froh sind, wenn ein solches Kriegsgerät angeschafft wird"

Entgegen allen SPÖ-Wahlversprechen sollen morgen in Zeltweg die Eurofighter landen. Auch nach der Verminderung der Anzahl ist der Eurofighter-Ankauf immer noch die teuerste Beschaffung der Zweiten Republik. Das Geld wird natürlich in anderen Bereichen wie Soziales, Bildung oder Gesundheitswesen fehlen.

Der Eurofighter ist kein Instrument um unsere Neutralität zu verteidigen. Er ist ein hochmodernes Kampfflugzeug, das Teil einer EU-Armee werden soll; einsetzbar für offensive Militäreinsätze im Rahmen der EU-Streitkräfte. Schon längst werden Pläne geschmiedet und die Weichen gestellt, um unser neutrales Österreich in die EU-Militärpläne einzubinden. Die Eurofighter sind der österreichische Beitrag für diese EU-Aufrüstungspläne.

Nachdem die Bevölkerung des Aichfeldes damals den Drakenankauf mehrheitlich abgelehnt hat, haben die Verantwortlichen daraus gelernt. Mit Flugshows und Flugzeugausstellungen wurde Stimmung gemacht. Es wurde zugelassen, dass in unserer Region tausende Arbeitsplätze verloren gegangen sind.

Das Bundesheer ist nun der größte Arbeitgeber im Aichfeld. Über 900 Bundesheerangestellte und ihre Familien fürchteten um ihren Arbeitsplatz und machten Stimmung für den Eurofighter.

LTAbg. Pacher erklärt: „Wir meinen, es ist eine traurige Entwicklung für eine Region und eine Gesellschaft, wenn das Militär zum wichtigsten Arbeitgeber wird, und die Menschen solche Zukunftssorgen haben, dass sie froh sind, wenn ein solches Kriegsgerät angeschafft wird. Die Eurofighter werden in Zeltweg landen. Die Militärs und die Rüstungsindustrie wird jubeln. Für uns ist das ein trauriger Tag.“

30. Mai 2009