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Die Angst der Herrschenden ist die Hoffnung der Beherrschten

Zu den Warnungen von EU-Rompuy vor Auseinanderbrechen von Euro und EU

Die Herrschenden haben Angst vor Auseinanderbrechen der Eurozone -
Das ist eine Hoffnung für die Mehrheit der Bevölkerung

Was der EU-Ratspräsident Rompuy als Schreckgespenst an die Wand malt - das Auseinanderbrechen von Euro-Zone und EU - das könnte sich für die Menschen in den EU-Mitgliedsstaaten bald als einzige Hoffnung auf ein Ende des Belastungskurses und der Bankenherrschaft herausstellen.
Das sagte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Dienstag. Parteder: "Wenn die EU so weitermacht wie bisher, dann ist klar, wer die Kosten für Bankenpleiten und Mißwirtschaft zahlen wird: Das sind die arbeitenden Menschen. Die Diskussionen um das Belastungsbudget 2011 in Österreich wären dann nur das Vorspiel für weit tiefergehende Einschnitte auch bei uns.

Es geht nämlich nicht um angeblich faule Griechen, leichtsinnige Iren, südländische Portugiesen oder allzu stolze Spanier - es geht daraum, dass der finanzmarktgetriebene Kapitalismus die EU gerade in der Krise als Instrument für Profitmaximierung und Sozialabbau benützt. Dagegen müssen wir uns wehren.
Die Menschen brauchen weder EU noch Euro, sie brauchen eine Umverteilung von oben nach unten. Wenn das mit der EU nicht möglich ist, dann muss das ohne EU geschehen."

16. November 2010