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Das will die KPÖ in Seiersberg-Pirka bewegen

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„Helfen statt reden“ lautet das Motto von KPÖ-Spitzenkandidatin Maria Müller. Seit vielen Jahren bringt sie sich ehrenamtlich in der Kinder- und Elternorganisation „Kinderland“ ein. Vor allem für die Kleinsten will sie sich auch im Gemeinderat von Seiersberg-Pirka einsetzen.

Sie kandidieren bei der Gemeinderatswahl am 28. Juni als Spitzenkandidatin für die KPÖ. Warum engagieren Sie sich?

Maria Müller: Ich habe mich immer durchkämpfen müssen. Schon im Lebensmittelgeschäft meiner Eltern habe ich stets mitgearbeitet und dann allein zwei Kinder großgezogen, nachdem mein Mann früh gestorben ist. Ich weiß, wie es den Leuten wirklich geht. Von diesem Standpunkt aus möchte ich eine Ansprechpartnerin für die Menschen in Seiersberg-Pirka sein, ganz nach dem KPÖ-Motto „Helfen statt reden“.


Welche Themen wollen Sie in Seiersberg-Pirka ansprechen?

Müller: Das Thema Wohnen wird immer wichtiger. In Ballungszentren wie dem Großraum Graz muss eine wohnungspolitische Katastrophe vermieden werden. Schließlich braucht jeder und jede ein Dach über dem Kopf. Wir treten für verbindliche Mietzinsobergrenzen und einen Tarif- und Gebührenstopp ein, um die Betriebskosten in Grenzen zu halten. Auch das Gesundheitsthema beschäftigt immer mehr Menschen.


Die letzten Monate standen im Zeichen der Corona-Krise. Welche politischen Schlüsse muss man aus der Situation ziehen?

Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß von der ÖVP möchte an ihren Zusperrplänen für Krankenhäuser festhalten. Das ist genau der falsche Weg! Wir alle waren froh, dass es in der Gesundheitskrise genügend Spitalsbetten gegeben hat. Damit konnten Zustände wie in Italien oder Spanien vermieden werden. Dennoch mussten in dieser Phase andere Behandlungen verschoben werden. Das Gesundheitssystem darf nicht kaputtgespart, es sollte ausgebaut werden.


Wo kann man bei der Gesundheit denn ansetzen?

Müller: In der Steiermark gibt es einen Mangel an Kassenärzten, vor allem bei Fachärzten. Wer stattdessen zum Wahlarzt geht, muss oft viel bezahlen, da die ÖGK nur einen Teil zurückbezahlt. Für normale Arbeiter ist das oft nicht leistbar. Ich würde mir mehr Kassenfachärzte für Seiersberg-Pirka wünschen. Das würde vielen Menschen auch den Weg zu einem Arzt in die Stadt ersparen, der gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität mühsam ist. Neben diesen vermeintlich großen Themen ist klar: für uns von der KPÖ ist kein Thema zu klein.


Was wären solche „kleineren“ Probleme in der Gemeinde?

Müller: Beispielsweise, dass die Lärmschutzwände in der Gemeinde teilweise höher sein sollten, etwa bei der Unterführung in der Nähe vom Möbelix-Lager. Oder, dass es in diversen Nebenstraßen in Seiersberg-Pirka mehr Mistkübel bräuchte.


Sie sind auch seit langen Jahren ehrenamtlich aktiv.

Müller: Ich arbeite ehrenamtlich in der Kinder- und Elternorganisation Kinderland, helfe beim Kinderfasching und sorge bei Ferienaktionen in der Küche für das leibliche Wohl. Deshalb sind mein großes Anliegen die Kinder- und Jugendrechte. Wenn man bei einer Ferienaktion mitarbeitet, dann sieht man, wie wichtig es ist, dass Kinder von der Straße wegkommen. Und man sieht, welche Verhältnisse es auch hierzulande noch oder schon wieder gibt. Familien mit mehreren Kindern sagen immer öfter: Wir können uns das nicht mehr leisten. Deshalb bin ich auch entschieden gegen das Streichen von Förderungen für Kinder und Familien.
 

Wahlkarten

Wenn Sie eine Wahlkarte beantragen möchten, können Sie das bis zum 24. Juni auf wahlkartenantrag.at tun. Bereits ausgestellte Wahlkarten bleiben gültig.

 

3. Juni 2020