Das will die KPÖ in Hausmannstätten verändern

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„Man muss die Sorgen der Menschen Ernst nehmen“, sagt Elfriede Schuster. Darum kandidiert sie bei der Gemeinderatswahl am 22. März in Hausmannstätten für die KPÖ.

Sie haben sich entschieden, als parteilose Kandidatin für die KPÖ anzutreten. Was hat Sie dazu bewogen?

Elfriede Schuster: Mir geht es um Gerechtigkeit. Deshalb kandidiere ich am 22. März in Hausmannstätten für die KPÖ. Gerechtigkeit hat viele Seiten. Sie fängt nicht erst beim Menschen an, es geht auch um die Tiere. Wie man mit den Tieren umgeht, so geht man auch mit den Menschen um. Deshalb ist der Tierschutz für mich sehr wichtig. Zum Beispiel: Die Lebendtiertransporte hätten schon längst abgeschafft gehört. Es ist eine Schande für unser Land, dass das immer noch ein Thema sein muss.
 

Wenn wir auf die Gemeindeebene blicken: Wo besteht Handlungsbedarf?

Schuster: Zum Beispiel bei älteren Menschen. In unserer Gemeinde fehlt eine Tagesstätte für Senioren. Damit könnte man die Verwandten entlasten, ohne ein Pflegeheim in Anspruch zu nehmen. Das wäre wichtig, weil sich viele Menschen eine 24-Stunden-Betreuung nicht leisten können. Bei Pflege und Gesundheit haben wir schon ein Zwei-Klassen-System.
 

Können Sie uns ein Beispiel geben?

Schuster: Bestimmte Untersuchungen werden einfach nicht mehr gemacht, wenn man ein gewisses Alter hat. Man fühlt sich auch zurückgesetzt, wenn der Hausarzt ein Medikament verschreibt, und es dann vom Chefarzt der Gesundheitskassa nicht bewilligt wird. Die Sorgen der Menschen muss man ernst nehmen, egal wie klein sie erscheinen mögen.
 

Abschließend: wie ist ihr Zugang zur Gemeindepolitik?

Schuster: Wer Veränderungen im Großen will, muss das auch in der Gemeinde leben. Ich will nicht in einer Welt leben, in der die Reichen immer reicher werden und in der die Mehrheit der Bevölkerung viele Nachteile hat und bewusst klein und dumm gehalten wird. Das Beispiel Graz zeigt, dass die KPÖ gut für die Leute ist. Sehr viele positive Initiativen sind dort von der KPÖ ausgegangen. Überall wo die KPÖ vertreten ist, sorgt sie für Information durch ihre Ortszeitungen, sie sorgt für Kontrolle und hat in einigen Gemeinden den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Helfen statt reden. Das ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis.
 

WIR STELLEN VOR

Elfriede Schuster ist in Graz geboren, hat zwei Geschwister. Sie ist von Beruf Einzelhandelskauffrau, ihr erster Arbeitsplatz war beim Konsum. Anschließend war sie bis zur Pensionierung beim Landestierschutzverein beschäftigt. Der ältere ihrer beiden Söhne ist leider 2013 verstorben. Elfriede Schuster: „Ich bin 2009 nach Hausmannstätten gezogen. Mir gefällt es in diesem Ort sehr gut und ich schätze die hohe Wohnqualität im Ort“.

20. März 2020