Das will die KPÖ im Lamingtal

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Ein Aus für die Bauschuttdeponie, einen Lückenschluss bei den Radwegen und ein Seniorenheim für Tragöß-Oberort fordert KPÖ-Kandidatin Hilde Huber. Sie will ein Sprachrohr für alle sein, die sonst keine Lobby haben.

Sie wohnen seit fünf Jahren im Lamintal. Nun steht die Gemeinderatswahl an. Was wollen Sie bewegen?

Hilde Huber: Mein Wunsch ist, dass die Bevölkerung mehr in die Entscheidungen der Gemeinde eingebunden wird. Ich möchte daher als Sprachrohr der Bevölkerung in sozialen und kommunalen Angelegenheiten sein. Besonders liegt mir soziale Gerechtigkeit am Herzen. Wo die KPÖ bereits im Gemeinderat vertreten ist, sieht man: ist sie eine wichtige Stimme für die  Menschen, die keine Lobby haben.
 

Ein großes Thema der letzten Monate war die Bauschutt-Deponie. Wie ist die Haltung der KPÖ dazu?

Huber: Auch die KPÖ war bei der Demonstration und der Straßenblockade vertreten. Die Aktion war leider nicht nachhaltig genug. Es hätte weitere Aktionen gebraucht, denn immerhin haben viele gegen die geplante Deponie unterschrieben und öffentlich Stellung bezogen.

Doch in der Landesregierung gibt man sich bisher unnachgiebig. Die Leobener Realgemeinschaft will sich ihre minderwertigen Grundstücke vergolden lassen, und die haben offenbar den besseren Draht nach Graz. Die KPÖ sagt klar: Das Lamingtal ist kein geeigneter Standort, schon aufgrund des erwarteten Schwerverkehrs. Wichtig ist, dass jetzt alle in dieser Frage zusammenhalten und wir uns nicht unterkriegen lassen. Wie sagt ein Sprichwort? – Aufgeben tut man einen Brief!
 

Sie haben den Verkehr angesprochen. Da fordert die KPÖ ja einen Lückenschluss beim Radweg.

Huber: Ja. Der ist dringend nötig! Wichtig wäre ein gemeinsames Vorgehen der Gemeinden Bruck, Kapfenberg und Tragöß-St. Katharein. Als erster Schritt sollte bei der Strecke bis zum Beginn von Untertal der Lückenschluss erfolgen, ist doch gerade der Bereich von Stegg bis zur Motocross-Bahn eine lebensbedrohliche Strecke. Der Radfahrer ist der schwächste Teilnehmer im Straßenverkehr und braucht besonderen Schutz, gerade auch bei uns im Tal, wo es oft unübersichtlich ist und mit den mehr werdenden LKW und Bussen oft zu gefährlichen Begegnungen kommt.
 

Und im Gemeindegebiet?

Huber: Im Gemeindegebiet von Tragöß-St.Katharein ist der Radweg oft gemeinsam mit dem Gehweg ausgeführt, doch an vielen Stellen höchstens 50 Zentimeter breit. Auch diese Situation gehört verbessert.
 

Eine Ihrer Ideen ist ein Seniorenheim für Tragöß-Oberort. Wie stellen Sie sich das vor?

Huber: So ein Projekt wäre gut für Leute und würde auch Arbeitsplätze ins Lamingtal bringen. Idealerweise sollte man es gleich in Verbindung mit einer Arztpraxis mit Hausapotheke errichten. Notwendig wären Verhandlungen mit der Ärzte- und Apothekerkammer sowie mit dem Sozialhilfeverband und dem Land Steiermark, das dieses medizinische Seniorenzentrum betreiben könnte. Die Gemeinde wiederum könnte bei Grundstück und Widmung dafür Sorge tragen, dass ein solches Projekt verwirklicht werden könnte.

20. März 2020