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Das sichtbare Unfassbare

Fotografien vom KZ Mauthausen

Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen Haus der Wissenschaft/Zeitgeschichtelabor Universität Graz 14. März bis 28. April 2006

das sichtbare unfassbare

Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen
Haus der Wissenschaft/ Zeitgeschichtelabor
Universität Graz
14. März bis 28. April 2006

Ausstellung: „Das sichtbare Unfassbare – Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen“

Haus der Wissenschaft/Zeitgeschichtelabor
Universität Graz
Elisabethstraße 27
8010 Graz
Eršffnung: 13. März 2006, 19 Uhr
14. März bis 28. April 2006
Montag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
An Samstagen, Sonn- und Feiertagen geschlossen.
Eintritt frei
Es werden laufend kostenlose Führungen angeboten.
Informationen und Anmeldungen unter der
Telefonnummer: 0316/380-2622 und 0316/380-2623.

„Das sichtbare Unfassbare“ – Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen
Die Fotoausstellung „Das sichtbare Unfassbare“ zeigt rund 450 Fotografien vom nationalsozialistischen KZ Mauthausen und seinen Au§enlagern. Sie dokumentieren diverse Aspekte des KZ-Systems, die Befreiung und die erste Zeit danach. Eine Vielzahl dieser visuellen Zeugnisse war bislang nicht für die breite Öffentlichkeit erschlossen,
was u. a. damit zusammenhängt, dass die Aufnahmen nach Kriegsende über die ganze Welt verstreut wurden. Nun wurde erstmals umfangreiches Fotomaterial, größtenteils Originalnegative und -abzüge aus Frankreich, Österreich, Spanien, Tschechien und den USA, zusammengetragen.
Bis zur Befreiung war es ausschließlich die SS, die zahlreiche
Aufnahmen von den Lagern anfertigen ließ. Manche Fotos des offiziellen fotografischen Dienstes in Mauthausen (Erkennungsdienst) zeichnen ein trügerisch sauberes Bild vom KZ und erfordern eine kritische
Auseinandersetzung. Andere dokumentieren offen Demütigungen, Hunger und Tod der Häftlinge oder zeugen vom Rassismus der SS. Als das Ende der NS-Herrschaft absehbar war, versuchte die SS kurz vor ihrer Flucht, kompromittierende Fotografien systematisch zu vernichten.
Einer Gruppe von Häftlingen war es dennoch in gewagten Aktionen gelungen, Hunderte von Negativen unter Einsatz ihres Lebens zu retten.
Die Befreiung im Mai 1945 stellte eine Zäsur in der fotografischen
Dokumentation dar: Verschiedenste Fotografen, darunter befreite Häftlinge, Journalisten und amerikanische Soldaten, lieferten ungeschönte Bilder von den Schrecken der Lager. Die Fotografien sollten der Welt die Konsequenzen der NS-Ideologie vor Augen führen und gleichzeitig die Verbrechen in den KZs beweisen. Sie dokumentieren aber auch den Willen der Überlebenden, sich schrittweise die geraubte Individualität zurückzuerobern.
Die Ausstellung wurde 2005 vom Bundesministerium für Inneres (Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) in Zusammenarbeit mit den Überlebendenverbänden Amicale Paris und Amical Barcelona realisiert und wird in den nächsten Jahren in Spanien, im französisch- und deutschsprachigen Raum gezeigt. Nachdem die Ausstellung im Herbst 2005 in Salzburg zu sehen war, wird nun „Das sichtbare Unfassbare“ vom 14. März bis 28 April in Graz gezeigt.

Mauthausen1.pdf
Mauthausen2.pdf

23. Februar 2006